Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Konsolidierung zunächst nur in Deutschland erwartet Rheinmetall steht für Allianzen in der Heerestechnik bereit

Die Rheinmetall AG sieht sich nach Abschluss ihres Konzernumbaus und dem Ausstieg des bisherigen Großaktionärs Röchling für die Neuordnung der Heerestechnikbranche gerüstet.

HB DÜSSELDORF. „Wir haben jetzt die Gestaltungsfreiheit, um eine Schlüsselposition einzunehmen und stehen Gewehr bei Fuß“, sagte Vorstandschef Klaus Eberhardt gestern auf der Bilanz-Pressekonferenz in Düsseldorf.

Mit Allianzen rechnet Eberhardt aber zunächst nur auf nationaler Ebene: „Die europäische Konsolidierung wird eher fünf bis zehn Jahre als ein bis zwei Jahre dauern.“ In Frankreich etwa seien die Firmen noch mit sich selbst beschäftigt und nicht reif für Fusionen. „In Deutschland dürfen wir uns solange aber nicht Zeit lassen und müssen die ersten Schritte unternehmen.“

Die Rüstungsindustrie steckt derzeit im Umbruch: Sicherheitspolitiker und Konzernstrategen erarbeiten Pläne für europaweite Fusionen nach dem Vorbild des Luftfahrtkonzerns EADS auch für die Werftenindustrie und die Heerestechnik. Spekuliert wird dabei sogar über eine Bündelung der drei Sparten unter dem Dach der EADS. Schon seit Jahren arbeitet die Bundesregierung an einer Konsolidierung der deutschen Heerestechnik, die dann in Europa eine führende Rolle übernehmen soll. Spekuliert wird insbesondere über eine Fusion von Rheinmetall mit dem Münchner Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW).

Ob Rheinmetall bereits konkrete Gespräche über eine Verflechtung führt, wollte Eberhardt zwar nicht sagen. Er bezeichnete die Kooperation mit KMW beim Schützenpanzer Puma aber als „richtungweisend“. Um diesen Auftrag der Bundeswehr hatten sich die Unternehmen erfolgreich in einem Joint Venture beworben. KMW hielt sich gestern bedeckt. Der Konsolidierungsbedarf sei allgemein bekannt, sagte ein Sprecher auf Anfrage: „Kraus-Maffei Wegmann ist mit Sicherheit aber kein Übernahmekandidat.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen