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Konsortium überbietet offenbar Strabag bei Walter Bau

dpa-afx MÜNCHEN. Kurz vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. April hat ein neues Bieterkonsortium Interesse an Teilen des zusammengebrochenen Bauriesen Walter Bau bekundet. Dem vorläufigen Insolvenzverwalter Werner Schneider liege ein Angebot vor, das das Gebot des österreichischen Baukonzerns Strabag deutlich übertreffe, berichtete das "Manager Magazin" in seiner online-Ausgabe am Wochenende. Schneider bestätigte am Freitag zwar den Eingang des Gebots, beurteilte die Aussichten aber skeptisch.

Dem Konsortium gehörten der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger, die Stuttgarter Familie Lenz sowie der amerikanische Finanzinvestor D.B. Zwirn an, hieß es. Bilfinger Berger und die Familie Lenz seien bereit, für die Walter-Bau-Töchter Walter Heilit Verkehrswegebau, die österreichische Dyckerhoff & Widmann, die Dywidag International sowie für einen von Walter Bau gehaltenen und nicht an Gläubiger verpfändeten Anteil von 4,9 Prozent am Stuttgarter Baukonzern Ed. Züblin AG insgesamt deutlich über 100 Mill. Euro zu zahlen.

Zusätzlich böten die Familie Lenz, die mit 43 Prozent bereits Großaktionärin bei Züblin ist, und der US-Investor Zwirn mehr als 60 Mill. Euro für ein 48,7-Prozent-Paket der Walter Bau-AG an Züblin, hieß es. Dieses Paket ist als Kreditsicherheit an die Bayerische Landesbank verpfändet. Insgesamt werde der Wert dieses neuen Angebotspaketes damit auf gut 165 Mill. Euro taxiert. Das von Strabag-Eigner Hans-Peter Haselsteiner vorgelegte Angebot für die Reste von Walter Bau sowie den belasteten und den freien Züblin- Anteil liege um rund 30 Mill. Euro niedriger.

Schneider betonte, über die Höhe des neuen Angebots sei, wie zuvor auch bei der Strabag, Vertraulichkeit vereinbart worden. Das Schreiben von Bilfinger Berger sei erst am 19. März eingegangen. Zudem stehe es unter dem Vorbehalt einer umfassenden Buchprüfung, auch müssten die Gemien bei der Bilfinger Berger AG noch zustimmen. Deshalb bewerte er das Angebot sehr skeptisch. "Die Verhandlungen über ein konkretes Angebot sind in der geringen verleibenden Zeit praktisch nicht zu realisieren", sagte Schneider.

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