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Konzentrationstendenzen verändern Gesicht der europäischen Chemielandschaft Es zählen nur noch Größe und Beweglichkeit

Wenn Axel Heitmann Anfang 2005 den Vorstandsvorsitz beim von Bayer abgespaltenen Chemiekonzern New Co. antritt, wird er an dessen Portfolio womöglich nicht lange Freude haben.
  • Andreas Bohne (Handelsblatt)

HB DÜSSELDORF. Bei vielen Chemieanalysten gilt es als ausgemacht, dass Heitmann bald dazu gedrängt werden wird, sich von den Mauerblümchen in seinem Konzern zu trennen – und auch das eine oder andere Vorzeigegeschäft zu Geld zu machen.

Denn das neue Unternehmen passt nicht in die Chemielandschaft, deren Entwicklung sich seit der Bildung der Life-Science-Konzerne in den neunziger Jahren abzeichnet: Petrochemie und das commoditynahe Chemikaliengeschäfte sammeln sich bei großen Konzernen, unter denen die westlichen Ölkonzerne und Chemiekonglomerate aus China eine wichtige Rolle spielen werden. Neben ihnen überleben nur hoch spezialisierte Nischenanbieter – ähnliche Strukturen existieren heute schon in der US-Chemie.

Die Chemiekonzerne mittlerer Größe drohen, zwischen diesen beiden Polen zerrissen zu werden, weil nur schiere Größe oder absolute Flexibilität auf Dauer Wettbewerbsvorteile bieten. So könnte für Heitmanns New Co. schnell die Stunde der Wahrheit schlagen, auch wenn Heitmann „unsere Strukturen schnellstmöglich anpassen“ will.

„Asiatische Chemiegruppen könnten versuchen, New Co. ihre ABS-Aktivitäten abzukaufen“, sagt Sven-Uwe Valerien, Chemieexperte der Unternehmensberatung A.T. Kearney, der in einer neuen Studie die neuen Konzentrationstendenzen aufzeigt. Seine Rechnung ist einfach: New Co. ist nach der taiwanesischen Chimei weltweit die Nummer zwei am ABS-Markt und dürfte bei Zukäufen wohl Besuch von den Kartellbehörden bekommen. New Co. ist mit dem technischen Kunststoff besonders in Europa stark aufgestellt – in der abnehmenden Auto- und Elektronikindustrie spiele die Musik aber zunehmend in Asien. Der Markt dort wächst mit mehr als 5 % pro Jahr ungewöhnlich kräftig.

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