Konzernumbau Airbus will Forschung in Ottobrunn bündeln

Bei Airbus steht ein Stellenabbau an. Nun will der Luft- und Raumfahrtkonzern die Forschungsarbeiten in Deutschland bündeln. Der Fokus liegt dabei auf dem Standort Ottobrunn. Das hat Auswirkungen für die Mitarbeiter.
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Das Luft- und Raumfahrtunternehmen will vermehrt auf projektbezogene Verträge setzen. Quelle: AFP
Airbus

Das Luft- und Raumfahrtunternehmen will vermehrt auf projektbezogene Verträge setzen.

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BerlinAirbus will seine deutschen Forschungsarbeiten am Standort Ottobrunn bei München bündeln. Er werde als einziger Standort in Deutschland neben der Zentrale Toulouse konzernweites Zentrum für die Forschung, um innovative Ideen rascher in Produkte umzusetzen, sagte Vorstandschef Tom Enders dem „Münchner Merkur“ vom Donnerstag.

Es würden sogar einige Funktionen aus Frankreich nach Ottobrunn verlagert. Künftig werde der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern aber bei der Forschung auf projektbezogene befristete Arbeitsverträge setzen. „Wir können nicht mehr nur mit Angestellten auf Lebenszeit arbeiten“, sagte Enders. Beim angekündigten Konzernumbau sollen die Hälfte der festen Stellen in der Forschung wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht auszuschließen.

Die Rivalen auf der Langstrecke
Airbus A350-1000
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Die europäische Antwort auf den „Dreamliner“ und die 777-Familie von Boeing ist der Airbus A350-1000. Das neue Modell kann rund 400 Passagiere mit zwei Triebwerken fast 14.000 Kilometer transportieren. Die Auftragsbücher des deutsch-französischen Konsortiums sind voll.

Airbus A350-1000
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Der Airbus A350-1000 bei letzten Tests am Boden in Toulouse: Stimmen Wetter und Wind, soll die Maschine am Donnerstag um 10.30 Uhr zum ersten Mal starten. Aus Sicherheitsgründen geht der Erstflug nach Norden – weg von der Innenstadt.

Airbus A350-1000
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Mit einem Großauftrag über 31 Maschinen vom Typ A350-1000 von Japan Airlines gelang Airbus 2014 der Durchbruch. Sonst hatten japanische Fluggesellschaften traditionell bei Boeing bestellt.

Boeing 787
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Ein Rumpf aus Kohlefaser und zwei Spartriebwerke. Mit dem seit 2011 ausgelieferten „Dreamliner“ hat Boeing Maßstäbe gesetzt. Mit rund 300 Sitzplätzen bleibt die Boeing 787 zwar weit hinter den Kapazitäten der Jumbojets, fliegt dafür aber im Vergleich deutlich günstiger.

Boeing 787
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Jahrelange Verzögerungen und technische Probleme können den Erfolg der Maschine nicht stoppen. Knapp 500 Flieger sind ausgeliefert, Bestellungen für weitere 1.200 Maschinen liegen vor.

Boeing 747
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Mit dem „Jumbojet“ Boeing 747 begann 1969 die Ära der erschwinglichen Fernreisen. Boeing hat den Klassiker seitdem mehr als 1.500 Mal verkauft. Die größten Betreiber sind British Airways und Lufthansa, die mit der 747/8 die jüngste Version fliegt. Dennoch gehen die Bestellungen zurück, die 747 ist ein Auslaufmodell.

Boeing 747-400
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Ältere Jumbomodelle vom Typ 747-400 werden zunehmend ausgemustert. Die Oldtimer der Lüfte lassen sich an den nach oben geknickten Flügelenden erkennen.

Airbus streicht im Zuge seines Umbaus derzeit mehr als 1100 Stellen an seinen bisherigen Hauptstandorten. Weitere 325 Jobs würden aus Paris und dem Großraum München in die neue Konzernzentrale in Toulouse verlagert.

In Deutschland soll die neuerlichen Abbauwelle mehr als 400 Stellen betreffen, vor allem in Ottobrunn, wo noch die Zentrale des Rüstungs- und Raumfahrtgeschäfts ist. Der neuerliche Stellenabbau ist eine Folge der Zusammenlegung der Zentralfunktionen des Konzerns mit denen des Passagierjet-Geschäfts, das den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet. Ziel ist eine Verschlankung der Konzernstrukturen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

  • rtr
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