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Konzernumbau Bayer erfindet sich neu

Bayer-Chef Marijn Dekkers baut den Konzern radikal um. Die Holdingstruktur wird aufgegeben, das Unternehmen wird künftig wieder zentral geführt. Und: Erstmals in der Geschichte rückt eine Frau in den Vorstand auf.
19.09.2015 - 13:52 Uhr
Drei-Säulen-Modell für den Konzern. Quelle: dpa
Bayer-Chef Dekkers

Drei-Säulen-Modell für den Konzern.

(Foto: dpa)

Leverkusen Die Bayer AG hat den größten Konzernumbau seit 14 Jahren beschlossen. Das Pharma- und Chemieunternehmen gibt seine bisherige Holdingstruktur auf und kehrt zu einer integrierten und zentral geführten Organisation zurück. Damit will Bayer nach der Trennung von der Kunststoffsparte Covestro sein Geschäft mit Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln enger zusammenführen und die Fokussierung auf diese sogenannten Life Sciences auch optisch besser herausstellen. Die neue Struktur soll ab Januar 2016 greifen.

Wie vom Handelsblatt Ende August bereits exklusiv berichtet, fußt die neue Konzenstruktur auf einem Drei-Säulen-Modell. Die operative und strategische Führung dieser Einheiten übernimmt ein um drei Mitglieder erweiterter Konzernvorstand. Der bisherige Pharma-Chef Dieter Weinand und der Chef der Agrochemiesparte, Liam Condon, rücken in das Gremium. Hinzu kommt die in den USA ansässige Leiterin des Geschäfts mit verschreibungsfreien Mitteln, Erica Mann. Damit bekommt das Unternehmen erstmals in seiner 152-jährigen Geschichte eine Frau in den Vorstand.

Consumer Health wächst stark

Der bisherige Teilkonzern Bayer Healthcare wird aufgelöst, aus ihm gehen Pharmaceuticals und Consumer Health hervor. In der Ersteren sind Entwicklung und Verkauf verschreibunsgpflichtiger Medikamenten wie der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmittel Eylea gebündelt. Der Umsatz lag hier im ersten Halbjahr bei 5,7 Milliarden Euro.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

Die neue gleichberechtigte Division Consumer Health verkauft verschreibungsfreie Mittel wie Aspirin. Dieses Geschäft ist bei Bayer durch die 14-Milliarden-Dollar schwere Übernahme der entsprechenden Sparte von Merck & Co. stark gewachsen um kam im ersten Halbjahr auf einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro.

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