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Konzernumbau Eon verkauft Regionaltöchter

Eon-Chef Johannes Teyssen treibt den Konzernumbau voran. Vier der sieben Regionaltöchter sollen verkauft werden. Der Energieriese braucht das Geld dringend - um Schulden abzubauen.
04.06.2012 - 19:18 Uhr Kommentieren
Eon-Chef Johannes Teyssen:

Eon-Chef Johannes Teyssen: "finanziellen Ressourcen stärker konzentrieren".

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Energieriese Eon stellt mehrere Regionalgesellschaften in Deutschland zur Disposition. Damit reagiert der Konzern auch auf die Energiewende und den daraus resultierenden Investitionsbedarf. Zudem drücken Eon hohe Schulden. Kommunen in mehreren Bundesländern könnten als Konsequenz wieder in den Besitz der Regionalversorger gelangen.

Der Konzern beabsichtige, sein Regionalversorgungsgeschäft in Deutschland künftig auf die vier größten Töchter Eon Avacon AG, Eon Bayern AG, Eon edis AG und Eon Hanse AG zu konzentrieren, teilte Eon am Montag mit. Diese bildeten einen "schlagkräftigen Verbund", der mit einem beschleunigten Ausbau der Netze und einer dezentralen Energie-Erzeugung die Umsetzung der Energiewende in den Regionen gestalten solle. Eon müsse angesichts der Herausforderungen der Energiewende die "finanziellen Ressourcen stärker konzentrieren", betonte der bei Eon für das Netzgeschäft in Deutschland verantwortliche Manager Thomas König. An der Börse kamen die Pläne gut an: Eon-Aktien legten in einem schwachen Gesamtmarkt leicht auf 14,48 Euro zu.

Drei seiner derzeit insgesamt sieben Regionalversorger stellt der Konzern zugleich ins Schaufenster: Auch bei Eon Mitte und Eon Thüringer Energie sei Eon bereit, Anteile an regionale Partner zu veräußern, teilte der Energieriese weiter mit. Eon Westfalen Weser hatte Eon-Chef Johannes Teyssen bereits seit längerem auf die Verkaufsliste gesetzt. Dort laufen bereits Gespräche über eine Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse. Teyssen will sich zudem unter anderem vom Geschäft mit Müllverbrennungsanlagen der Tochter Eon Energy from Waste trennen.

In Thüringen haben die Kommunen bereits ein Auge auf den Versorger geworfen. "Wir als kommunale Familie haben ein Interesse daran, die Versorgung an uns zu ziehen", sagte der Vorstand der Kommunalen Energie Beteiligungsgesellschaft Thüringen AG (KEBT), Frank Rostek, der Nachrichtenagentur Reuters. Die KEBT ist eine kommunale Beteiligungsgesellschaft, die die Interessen der rund 850 Kommunen bündelt, die an Eon Thüringer Energie beteiligt sind. Der Düsseldorfer Energieriese hält 53 Prozent an der Regionalgesellschaft, die übrigen Anteile liegen bei den Kommunen.

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