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Krebsmedikamente Deutsche Pharmakonzerne spielen auf dem Markt für Krebsmedikamente kaum eine Rolle

Der Markt für Krebsmedikamente ist riesig. Doch deutsche Pharmakonzerne hängen der Konkurrenz aus der Schweiz und den USA hinterher.
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Gentherapie soll gegen Tumore helfen. Quelle: dpa
Forschung im Labor

Gentherapie soll gegen Tumore helfen.

(Foto: dpa)

Das Geschäft mit Krebsmedikamenten ist für die Pharmabranche in den vergangenen Jahren immer stärker in den Mittelpunkt gerückt und dürfte auch in den nächsten Jahren ein maßgeblicher Wachstumstreiber bleiben. Die britische Analysefirma Evaluate Pharma etwa geht davon aus, dass er von 2016 bis 2022 um jährlich knapp 13 Prozent wächst und damit seinen Umsatz in diesem Zeitraum von 93,7 auf 192 Milliarden Dollar verdoppelt.

Unternehmensdaten aus dem vergangenen Jahr scheinen diesen Trend weitgehend zu bestätigen. So konnten die 15 führenden Anbieter von Krebsmedikamenten ihren Umsatz 2017 nach Berechnung des Handelsblatts um rund zwölf Prozent auf 99 Milliarden Dollar steigern. Der Gesamtmarkt dürfte damit die 100-Milliarden-Dollar-Grenze erstmals klar überschritten haben.

Klarer Marktführer im Onkologiegeschäft bleibt der Schweizer Konzern Roche, vor Novartis und dem US-Biotechunternehmen Celgene. Patentabläufe haben allerdings das Wachstum der beiden Schweizer Konzerne deutlich gebremst, während etliche US-Konzerne mit ihren Krebsmedikamenten wesentlich stärkere Zuwächse verbuchten.

In dem Wachstumsgefälle zeigt sich, wie stark Innovationen das Geschäft treiben. So profitierten insbesondere die beiden US-Konzerne Merck & Co. und Bristol-Myers Squibb (BMS) weiterhin stark vom Erfolg ihrer Krebsimmunmedikamente Opdivo und Keytruda. Es handelt sich um Wirkstoffe, die Abwehrmechanismen von Tumorzellen gegen die Immunabwehr blockieren.

Der Erfolg dieser sogenannten „Checkpoint-Inhibitoren“, etwa in der Behandlung von Haut- und Lungenkrebs, hat in den vergangenen Jahren das Interesse für die Krebsimmuntherapie sprunghaft verstärkt. Insgesamt legte die Produktgruppe 2017 um mehr als 50 Prozent auf erstmals über zehn Milliarden Dollar Umsatz zu. Die neuen Gentherapien von Novartis und Gilead dürften das Wachstum in diesem Teilsegment des Marktes in den nächsten Jahren zusätzlich antreiben.

Die führenden deutschen Pharmakonzerne spielen im Onkologiegeschäft bisher nur in der zweiten und dritten Liga – angeführt von Bayer mit umgerechnet rund 1,8 Milliarden Dollar Umsatz. Sowohl Bayer als auch Merck und Boehringer haben ihre Forschung auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren intensiviert. Und Merck gelang mit dem 2017 zugelassenen Medikament Bavencio auch ein erfolgreiches Debüt im Bereich der Krebsimmuntherapien.

Allerdings ist der Wirkstoff bisher nur für einen Nischenbereich zugelassen und dürfte daher vorerst noch keine signifikanten Umsätze liefern.

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