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Kreise: Schrempp bot Daimler-Aufsichtsrat Rücktritt an Schrempp bot angeblich Rücktritt an

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Die gesamte - bei Experten umstrittene - Strategie von Schrempp stehe zur Diskussion, berichtete die Zeitung weiter. „Die Zahl ihrer Befürworter im Vorstand ist offenbar mittlerweile in der Minderheit“, hieß es in dem Bericht. Der Machtkampf im Vorstand könne Schrempp das Amt kosten.

Grube gilt als „rechte Hand“ von Schrempp und hatte den Plan einer „Welt-AG“ maßgeblich mit entwickelt. Cordes war zur Zeit des Einstiegs bei Mitsubishi Motors Strategie-Vorstand gewesen, bevor er auf die Position des Nutzfahrzeug-Vorstands wechselte. Der Aufsichtsrat erwartet von Schrempp nach Angaben aus dem Gremium wenigstens die Umrisse des geplanten künftigen Vorgehens auf den rasch wachsenden asiatischen Märkten. „Wir müssen unsere Strategie in Asien überprüfen“, hatte Gentz eingeräumt. Mit dem großen Wurf rechnen Experten auf die Schnelle allerdings nicht.

Auch der Partner in Südkorea droht DaimlerChrysler abhanden zu kommen. Hyundai Motor hat erklärt, mit den Deutschen lieber nur noch auf lockerer Basis zusammenarbeiten zu wollen. Schrempp war über das vergangene Wochenende nach Asien gereist.

Es gilt als unwahrscheinlich, dass Schrempp vom Aufsichtsrat zum Rücktritt gedrängt wird. Mit diesem Schritt würde sich das Gremium selbst der Kritik aussetzen, da es Schrempps Vertrag trotz der Hängepartie bei Mitsubishi vor drei Wochen noch bis 2008 verlängert hatte. Auch Analysten glauben nicht an den Abgang des Vorstandschefs: „Er hat jetzt agiert, das ist eher ein Zeichen von Stärke“, sagte Fredrick Westin von der WestLB.

„Dass er geht, ist ebenso wahrscheinlich wie vor einem Jahr“, erklärte Albrecht Denninghoff von der HVB. Gründe dafür gebe es wohl genug, „aber die haben sich in den letzten sechs Wochen nicht geändert“, sagte er.

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