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Krieg um Anteile Volkswagen will Suzuki nicht freiwillig ziehen lassen

Der japanische Autobauer Suzuki ist von seinem Wolfsburger Partner tief enttäuscht, und will die Trennung. Doch Volkswagen denkt nicht daran, die Kooperation aufzukündigen. Es droht ein Rosenkrieg.
17.10.2011 Update: 17.10.2011 - 13:06 Uhr Kommentieren
Ein Bild aus besseren Tagen: Volkswagen-Chef  Martin Winterkorn (rechts) schüttelt die Hand von Suzuki-CEO Osamu Suzuki. Quelle: dapd

Ein Bild aus besseren Tagen: Volkswagen-Chef Martin Winterkorn (rechts) schüttelt die Hand von Suzuki-CEO Osamu Suzuki.

(Foto: dapd)

Hamburg Einig sind sie sich nur in einem – der andere ist im Unrecht. Die beiden Streitparteien Volkswagen aus Deutschland und Suzuki aus Japan geraten immer stärker auf Konfrontationskurs. Suzuki sieht die Partnerschaft als gescheitert an und dringt auf eine kapitalrechtliche Trennung. Die Japaner haben den Deutschen Ende vergangener Woche eine Frist von mehreren Wochen gesetzt, um auf den angeblichen Bruch der Kooperationsvereinbarung zu reagieren.

Wie das Handelsblatt aus informierten Kreisen erfuhr, wollen die Japaner notfalls ein vertraglich vereinbartes Schiedsgericht anrufen, um ihr Ziel zu erreichen. Aus Sicht von Suzuki müsste sich VW einem solchen Urteil unterwerfen und schlimmstenfalls gar seine Anteile am japanischen Autobauer von rund 20 Prozent wieder verkaufen.

Doch VW will ungeachtet aller Querelen an seiner Suzuki-Beteiligung festhalten. Dies stellte der Konzern nun in einer genauso kurzen wie eindeutigen Pressemitteilung klar. Darin heißt es, dass Volkswagen unverändert an seinem Anteil an der Suzuki Motor Corp. festhalten werde. Die Diskussion zwischen beiden Parteien werde ausschließlich intern geführt. Spekulationen, so VW weiter, würden deshalb nicht öffentlich kommentiert.

Für den Fall unterschiedlicher rechtlicher Auffassungen sieht der geheime Kooperationsvertrag zwischen VW und Suzuki das Urteil eines privaten Schiedsgerichts vor, erfuhr das Handelsblatt. So sollen üblicherweise langwierige zivilrechtliche Verfahren vermieden werden. Üblicherweise ist der Spruch eines solchen Schiedsgerichts bindend.

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    Beide Unternehmen wollen sich nicht zu den Klauseln der Kooperationsvereinbarung äußern. Aus Sicht von VW gibt es jedoch keinen rechtlichen Hebel, der die Deutschen zwingen könnte, ihre Ende 2009 für gut 1,7 Milliarden Euro erworbenen Anteile an Suzuki wieder zu veräußern, sagte ein Sprecher. VW wolle sich zudem alle rechtlichen Mittel offenlassen, bekräftigte er.

    Suzukis Firmenchef Osamu Suzuki hatte den Deutschen am Freitag den Bruch der Kooperationsvereinbarung gleich in mehreren Fällen vorgeworfen. Er beklagte sich darüber, dass VW seinem Unternehmen die gewünschten Technologien vorenthalte. „Die kapitalrechtliche Verbindung sollte Suzuki den Zugang zu den Kerntechnologien von VW ermöglichen“, sagte Suzuki. „Ich bin weiterhin enttäuscht, dass wir nicht das bekommen haben, was uns versprochen wurde. Sollte Volkswagen keinen Zugang gewähren, muss es Suzukis Anteile zurückgeben“, forderte er.

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