Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kriselnde Stahlsparte Armin Laschet: Staatseinstieg bei Thyssen steht „nicht auf der Tagesordnung“

Für den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet ist ein Staatseinstieg bei Thyssen-Krupp derzeit kein Thema. Die IG Metall hatte dafür geworben.
06.10.2020 Update: 06.10.2020 - 13:50 Uhr Kommentieren
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident besuchte Ende August ein Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Duisburg. Quelle: dpa
Armin Laschet (CDU)

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident besuchte Ende August ein Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Duisburg.

(Foto: dpa)

Berlin Ein Einstieg des Staates bei der kriselnden Stahlsparte von Thyssen-Krupp ist für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) derzeit kein Thema. „Thyssen-Krupp ist und bleibt eine ernste Situation“, sagte Laschet am Dienstag in Berlin. Aktuell gehe es aber darum, das Unternehmen beim Übergang zur Produktion von grünem Stahl mit Hilfe von Wasserstoff zu unterstützen. „Deshalb stehen staatliche Beteiligungen derzeit nicht auf der Tagesordnung“, sagte Laschet.

Die Stahlsparte von Thyssen-Krupp schreibt tiefrote Zahlen. Überkapazitäten auf den Stahlmärkten sowie ein Nachfrageeinbruch drücken aufs Geschäft. Zudem sind Milliardeninvestitionen erforderlich. Konzernchefin Martina Merz ist deshalb auf der Suche nach einem Partner für die Stahlproduktion. „Es gibt keine Denkverbote“, hatte sie betont.

Die IG Metall hat sich für einen Einstieg des Staates beim Stahlbereich von Thyssen-Krupp ausgesprochen. Das Unternehmen sei in NRW „systemrelevant“, hatte der nordrhein-westfälische Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, gesagt. Es gehe um mehr als 100.000 Arbeitsplätze, die insgesamt am Stahl hingen. Deshalb sei die Politik in der Verantwortung. Auch Laschet hatte die Stahlindustrie als „systemrelevant“ bezeichnet.

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Forderungen der IG Metall zurückgewiesen. „Ich glaube nicht, dass Verstaatlichung im Augenblick die richtige Antwort ist“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Die bekannten Probleme der Stahlbranche könnten so nicht gelöst werden. Stattdessen brauche man Wettbewerbsmodelle für die Zukunft.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Alle Unternehmen seien bereit, den Weg hin zu klimafreundlicher Stahlproduktion zu gehen. „Wir sind auch bereit, diesen Weg finanziell zu unterstützen“, sagte Altmaier. Dafür brauche man aber Investitionsentscheidungen in den nächsten Monaten, um dies noch vor der Bundestagswahl auf den Weg zu bringen. Im übrigen stünden die Corona-Hilfsinstrumente allen Unternehmen zur Verfügung, sagte der CDU-Politiker.

    Mehr: Tata, SSAB oder der Staat – das sind die drei Optionen für Thyssen-Krupp

    • dpa
    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Kriselnde Stahlsparte - Armin Laschet: Staatseinstieg bei Thyssen steht „nicht auf der Tagesordnung“
    0 Kommentare zu "Kriselnde Stahlsparte: Armin Laschet: Staatseinstieg bei Thyssen steht „nicht auf der Tagesordnung“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%