Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kritik an Ionity Wenn VW-Chef Diess der Strom ausgeht

In den Urlaub fährt VW-Chef Herbert Diess gerne mit einem ID.3. Auf der Fahrt nach Italien machte der Autoboss allerdings unschöne Erfahrungen.
06.08.2021 - 16:44 Uhr Kommentieren
Der Konzernchef fährt gerne mit dem Elektroauto in den Urlaub. Quelle: VW
VW-Konzernchef Herbert Diess

Der Konzernchef fährt gerne mit dem Elektroauto in den Urlaub.

(Foto: VW)

Düsseldorf Für seine Elektrooffensive will VW-Konzernchef Herbert Diess höchstpersönlich das beste Aushängeschild sein. Nicht umsonst setzt der VW-Chef auf einen elektrischen ID.4 als Dienstwagen. Und auch privat ist 62-Jährige gerne elektrisch unterwegs: Der Automanager fuhr bereits im vergangenen Jahr öffentlichkeitswirksam mit einem ID.3 in den Italienurlaub. Das Elektroauto von VW soll schließlich den Golf als wichtigstes Modell ablösen.

Nicht umsonst will auch der Konzernchef beweisen, dass VW-Kunden keine Angst vor der Langstrecke haben müssen, wenn sie mit einem Elektroauto des Konzerns unterwegs sind. Doch auf seiner jüngsten Langstreckenfahrt vom Bodensee an den Gardasee musste Diess wohl auch Bekanntschaft mit der immer noch dürftigen Ladeinfrastruktur machen. In einem Kommentar auf der Businessplattform LinkedIn lobt er zunächst seinen ID.3: „Sehr gute Reichweite bei zurückhaltender, defensiver Fahrweise.“

Doch dann macht er seinem Ärger Luft. „Zu wenige Ladepunkte am Brenner!“, klagt Diess in dem Kommentar. Alle vier Ladepunkte seien belegt gewesen, und an der nächsten Ladestation Trento habe sich – trotz seiner Kritik im Vorjahr – wenig getan. „Kein WC, kein Kaffee, eine Säule außer Betrieb/defekt, traurige Angelegenheit“, klagt Diess und schickt gleich eine Kritik am konzernnahen Ladenetz Ionity hinterher. „Das ist alles andere als ein Premium-Ladeerlebnis, Ionity!“

Solch direkte Kritik blieb auch in der Konzernzentrale des Ladeanbieters nicht ungehört. Immerhin ist VW neben BMW, Mercedes, Hyundai und Ford einer der wichtigsten Finanziers von Ionity. Das Ladenetzwerk soll Langstreckenfahrten mit dem Elektroauto komfortabler machen und hatte Ende 2020 rund 300 Stationen mit 1200 Ladepunkten aufgebaut.

Der Kritik von Diess antwortet darum Ionity-COO Marcus Groll persönlich. „Der Standort am Brenner steht auf unserer Liste der Upgrade-Sites“, verspricht er. Statt vier sollen in Zukunft sechs Ladestationen verfügbar sein. Und auch den Kundenservice am Standort Trento wolle man verbessern. „Wir haben diesen Sommer einen starken Anstieg der Auslastung an vielen Standorten […] gesehen und werden hierauf reagieren“, verspricht Groll weiter.

Denn gerade in den Sommerferien stauten sich an vielen Autobahnen in den Süden die Elektroautos an den Ladestationen. Damit die Elektrostrategie von Diess aufgeht und das Ladenetz schneller wächst, wird der Konzernchef wohl noch weitere Touren mit seinem ID.3 unternehmen müssen.

Mehr: „Für ein weniger sportliches Auto ganz in Ordnung“ – Video zeigt Testfahrt von Elon Musk im VW ID.3

  • bay
Startseite
Mehr zu: Kritik an Ionity - Wenn VW-Chef Diess der Strom ausgeht
0 Kommentare zu "Kritik an Ionity: Wenn VW-Chef Diess der Strom ausgeht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%