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Krüger-Nachfolger Oliver Zipse wird neuer BMW-Chef

Der Autokonzern regelt die Nachfolge des scheidenden Harald Krüger. Der bisherige Produktionsvorstand Zipse übernimmt bereits Mitte August den Vorsitz.
Update: 18.07.2019 - 20:50 Uhr Kommentieren
BMW: Oliver Zipse wird neuer Chef Quelle: dpa
Oliver Zipse

Der Führungswechsel bei BMW hatte sich seit Wochen angebahnt.

(Foto: dpa)

München Der BMW-Konzern hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der 55-jährige Oliver Zipse soll den Münchener Autobauer bis 2025 führen. Das gab BMW am Donnerstagabend bekannt.

Zipse folgt auf Harald Krüger, der im Vorfeld erklärt hat, seinen im Mai 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Zipse soll BMW bereits ab dem 16. August führen. Der Vertrag von Harald Krüger wird aufgelöst, er scheidet am 15. August aus dem Vorstand aus.

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Die Entscheidung über den Führungswechsel fiel auf der Sitzung des Aufsichtsrats in Spartanburg, im US-Bundesstaat South Carolina. Das Kontrollgremium unter der Führung von Aufsichtsratschef Norbert Reithofer hat sich turnusgemäß am weltgrößten BMW-Produktionsstandort getroffen.

Bereits im Vorfeld der Sitzung galt Zipse als Favorit der Großaktionäre der Familie Quandt, die rund 48 Prozent der Stimmrechte kontrollieren. Auch die Arbeitnehmer um Betriebsratschef Manfred Schoch hatten sich für Zipse ausgesprochen. Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich, der ebenfalls für den Topjob im Gespräch war, soll ausgestattet mit einem neuen Vertrag in seiner Funktion bleiben.

Der Führungswechsel bei BMW hatte sich seit Wochen angebahnt. Der scheidende Vorstandschef Harald Krüger war bei den Aufsichtsräten in Ungnade gefallen, nachdem der Konzern seine Absatz- und Profitabilitätsziele verfehlt hatte. Zudem lasteten die Kontrolleure ihm Versäumnisse in der Elektromobilität an.

Oliver Zipse soll diese Makel nun möglichst schnell beseitigen und Krügers Strategie überarbeiten. Wer nach Zipse das Produktionsressort im Vorstand übernehmen wird, ist offen. Darüber dürfte der Aufsichtsrat erst nach Zipses Amtsantritt entscheiden, voraussichtlich auf der nächsten Sitzung im Herbst.

BMW rechnet im laufenden Jahr mit einem Gewinneinbruch und spart, indem wenig gefragte Modell- und Motorvarianten gestrichen werden. Im Gegensatz zu anderen Autoherstellern will BMW aber keine Stellen abbauen. Bei den Verkaufszahlen hatte Mercedes BMW vor drei Jahren überholt, aber jetzt könnte sich Zipse die Krone zurückholen. Der BMW-Absatz wächst und lag im ersten Halbjahr mit 1,08 Millionen nur noch 59.000 Autos hinter Mercedes.

Mehr: Konzernchef Harald Krüger geht erhobenen Hauptes. Doch der Umbau, den der Manager BMW verordnet hat, ist in weiten Teilen noch Stückwerk.

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