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K+S Salzproduzent darf Abwässer versenken

K+S darf am Standort Hattorf in Osthessen jetzt wieder Salzabwasser im Boden versenken. Das Regierungspräsidium Kassel hat dem Salzproduzenten übergangsweise die Erlaubnis erteilt – allerdings unter strengen Auflagen.
18.12.2015 - 14:42 Uhr
Der Konzern musste die Produktion am Standort Hattdorf zeitweise einstellen. Quelle: dpa
K+S-Salzbunker

Der Konzern musste die Produktion am Standort Hattdorf zeitweise einstellen.

(Foto: dpa)

Kassel Unter harten Auflagen darf der Düngemittel- und Salzproduzent K+S bis Ende 2016 eingeschränkt Abwässer im Boden versenken. Das Regierungspräsidium Kassel erteilte am Freitag eine Erlaubnis als „Übergangslösung mit deutlich reduzierten Versenkmengen“. Demnach kann die K+S Kali GmbH aus den Standorten Wintershall und Hattorf in Osthessen nur in Hattorf insgesamt 725.000 Kubikmeter Prozessabwässer in den Untergrund leiten. Zwischen 2011 und 2015 lag das Mittel dort bei 2,9 Millionen Kubikmetern pro Jahr. Zudem sei eine strenge Überwachung vorgesehen. Die Erlaubnis sei jederzeit widerrufbar, teilte das Regierungspräsidium mit.

Im April hatte K+S eine Versenkerlaubnis bis zum Dezember 2021 mit Mengen von bis zu 3,9 Millionen Kubikmetern pro Jahr beantragt. Dafür muss K+S nachweisen, dass das Trink- und Grundwasser nicht gefährdet werden. Teil des Antrages war ein Modell zur Umweltverträglichkeit.

Weil derzeit noch keine „belastbaren Prognoserechnungen“ möglich seien, habe der Antrag nicht genehmigt werden können, teilte die Behörde weiter mit. Die bisherige Erlaubnis war Ende November ausgelaufen. Seitdem hatte K+S die Kali-Produktion drosseln müssen.

Beim Abbau von Kali entstehen große Mengen an salzhaltigem Abwasser. Millionen Kubikmeter wurden bislang in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Ein weiterer – nicht minder umstrittener – Entsorgungsweg ist die Einleitung der Abwässer in die Werra. K+S beschäftigt in mehreren Werken im Kali-Revier an der thüringisch-hessischen Landesgrenze mehr als 4000 Menschen.

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