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K+S und Potash Konkurrenz profitiert von Uralkali-Produktionsausfall

Uralkali kämpft mit einer vorübergehenden Stilllegung einer wichtigen Grube. Sollte der Abbau dort dauerhaft ausfallen, drohen dem russischen Kali-Produzenten deutliche Einbußen. Das könnte der Konkurrenz zugutekommen.
19.11.2014 - 14:12 Uhr Kommentieren
Bergwerk von Uralkali: Der weltgrößte Kaliproduzent kämpft mit der Stilllegung einer wichtigen Grube. Quelle: Reuters

Bergwerk von Uralkali: Der weltgrößte Kaliproduzent kämpft mit der Stilllegung einer wichtigen Grube.

(Foto: Reuters)

Jekaterinburg/Moskau Der Düngemittel-Hersteller K+S könnte von Produktionsproblemen seines russischen Rivalen Uralkali profitieren. Der weltgrößte Kali-Produzent kämpft mit einer vorübergehenden Stilllegung einer wichtigen Grube, in die Wasser eingelaufen ist. Wie lange die Schließung anhalten wird, wollte das Management am Mittwoch nicht abschätzen. Sollte der Abbau dort dauerhaft ausfallen, drohen Uralkali deutliche Einbußen. Diese wiederum könnten dann Konkurrenten wie dem kanadischen Potash-Konzern und K+S zugutekommen, vor allem weil die Verknappung den Kali-Preis nach oben treibt.

Diese Erwartungen spiegelten sich an der Börse bereits wider: Während der Uralkali-Kurs um weitere 8,6 Prozent einbrach, zogen K+S um 0,8 Prozent an.

Die Grube in der russischen Region Perm ist für Uralkali von erheblicher Bedeutung. Sie deckt ein Fünftel der Unternehmenskapazitäten ab. Am Dienstag wurde die Produktion gestoppt, nachdem hohe Mengen von Salzlake entdeckt wurden. Am Mittwoch gaben die örtlichen Behörden bekannt, dass die Erdoberfläche über einer in der Nähe gelegenen und verlassenen Grube abgesackt sei. Ein solcher Tagesbruch kann zum Wassereintritt führen, was im Kalibergbau sehr problematisch ist. Geologen sollen nun prüfen, ob die Flutung der betroffenen Grube mit dem 3,5 Kilometer entfernten Tagesbruch zusammenhängt.

Im Jahr 2006 musste Uralkali eine andere Mine in derselben Region wegen ähnlicher Schwierigkeiten für längere Zeit schließen. Für die Analysten von der Investmentbank Renaissance Capital ist es unklar, ob sich die Lage auch dieses Mal so zuspitzen wird.

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    Sollte der Konzern den Zufluss von Salzlake nicht in den Griff bekommen, könnte er schlimmstenfalls bis zu 30 Prozent seines Nettogewinns im kommenden Jahr einbüßen, urteilten die Experten. DZ-Bank-Kollege Heinz Müller erläuterte, die Aussicht auf ein knapperes Angebot auf dem Weltmarkt dürfte den Düngemittel-Herstellern helfen, bei den anstehenden Verhandlungen höhere Preise durchzusetzen.

    • rtr
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