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Co2-Anlage bei Covestro

Der Preisverfall in beiden Segmenten des Dax-Konzerns führte zu dem massiven Gewinneinbruch.

(Foto: Covestro)

Kunststoffhersteller Gewinn von Covestro bricht ein – die Blitzanalyse

28.10.2019 Update: 28.10.2019 - 11:30 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Der Kunststoffhersteller Covestro leidet weiter unter dem harten Preiswettbewerb in der Branche. Das zeigen die Zahlen für das dritte Quartal, die der Dax-Konzern am Montagmorgen vorgelegt hat.

  • Der operative Gewinn (Ebitda) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50 Prozent auf 425 Millionen Euro. Damit lagen die Leverkusener innerhalb der Erwartungen der Analysten.
  • Gleiches gilt auch für den Umsatz, der von Juli bis September um 15 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurückging.
  • Im Gesamtjahr wird Covestro auf das Niveau von 2015 fallen.

Was positiv auffällt

Starke Nachfrage: Der Kunststoffhersteller hat kein grundsätzliches Nachfrageproblem, was sich an der Entwicklung der verkauften Mengen im dritten Quartal zeigt. Im größten Geschäftsbereich Polyurethane – das sind Weichschäume für Polster und Hartschäume für Isolierungen – stiegen die abgesetzten Mengen um fünf Prozent. Hier konnte das gut laufende Geschäft in der Elektronik- und Bauindustrie die Delle im Automobilsegment mehr als ausgleichen. Ein ähnliches Bild zeigt sich im zweiten Kerngeschäft mit dem transparenten Kunststoff Polycarbonat.

Was negativ auffällt

Sinkende Preise: Der Preisverfall in beiden Segmenten des Dax-Konzerns ist weiterhin hoch, er lag im dritten Quartal bei mehr als 20 Prozent. Das führte zu dem massiven Gewinneinbruch. Grund ist der harte Wettbewerb in der Branche. Covestro hat in den vergangenen Jahren stark davon profitiert, dass das Angebot am Markt knapp war, weil Konkurrenten technische Probleme hatten. Diese Phase ist nun vorbei.

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    Insbesondere die asiatischen Konkurrenten fahren ihre Kapazitäten hoch und sind mit Kampfpreisen am Markt. Besserung ist nicht in Sicht. „Das Vorjahresquartal war noch von außergewöhnlich hohen Margen geprägt, weshalb der Rückgang bei Umsatz und Ergebnis im Jahresvergleich unseren Erwartungen entspricht“, sagte Finanzvorstand Thomas Töpfer.

    Wie es weitergeht

    Angesichts der Schwäche im der wichtigen Autoindustrie und den gemischten Signalen aus China ist bei Covestro auch im vierten Quartal kein Sprung zu erwarten. Der Konzern konkretisierte am Montag seine Prognose: Danach wird der operative Gewinn 2019 zwischen 1,57 und 1,65 Milliarden Euro liegen – also am unteren Rand der im Februar genannten Spanne von 1,5 bis 2 Milliarden Euro.

    Damit würde Covestro nur noch halb so viel verdienen wie im vergangenen Jahr und auf das Gewinn-Niveau von 2015 zurückfallen. Auch bei der Prognose über die verkauften Mengen wird der Konzern in diesem Jahr am unteren Ende der veröffentlichten Spanne liegen.

    Mehr: Statt weniger werden wir in Zukunft deutlich mehr Kunststoff verbrauchen. Die Chemiehersteller setzen auf neue Verfahren für das Plastik-Recycling.

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