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Kupferhütte EU-Kommission untersagt Verkauf von Aurubis-Sparte an Wieland

Die EU-Kommission hat den Verkauf von Aurubis Walzproduktsparte an die Wieland-Werke verboten. Der Konzern sucht jetzt nach Alternativen.
Update: 06.02.2019 - 14:01 Uhr Kommentieren
Noch im August war Aurubis zuversichtlich, dass der Verkauf genehmigt werden würde. Quelle: dpa
Kupferkonzern Aurubis in Hamburg

Noch im August war Aurubis zuversichtlich, dass der Verkauf genehmigt werden würde.

(Foto: dpa)

Brüssel, HamburgDie EU-Kommission hat der deutschen Industrie ein weiteres Verbot ausgesprochen. Der geplante Verkauf von Geschäftsteilen des Kupferkonzerns Aurubis an die Ulmer Wieland-Werke stelle eine Einschränkung des Wettbewerbs dar, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Er werde daher untersagt. Es gebe ernste Bedenken, dass der Zusammenschluss die Preise für die von europäischen Herstellern genutzten Kupferwalzprodukte nach oben treiben würde, erklärten die EU-Wettbewerbshüter.

Der Hamburger Konzern kündigte an, für den Geschäftsbereich verstärkt nach strategischen Alternativen zu suchen. „Wir suchen andere Käufer, sagte ein Sprecher. „Kupferwalzprodukte sind für viele Industriezweige in Europa ein wichtiges Vorprodukt, so zum Beispiel für die Herstellung von Teilen, die für Spitzentechnologien in Elektroautos, Zügen und elektronischen Geräten verwendet werden“, sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Der Zusammenschluss hätte zur Entstehung eines neuen marktbeherrschenden Unternehmens geführt.

Aurubis hatte zuvor erklärt, mit den Wieland-Werken über den Verkauf des Segments Flachwalzprodukte einig zu sein. Er umfasst unter anderem Fabriken in den USA, den Niederlanden, Finnland und Deutschland. Über finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart. Der Bereich brachte es zuletzt auf 1,3 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Mitverkauft werden sollte ein 50-Prozent-Anteil an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH&Co KG mit rund 330 Millionen Euro Umsatz. Auch dem schoben die EU-Wettbewerbshüter einen Riegel vor. „Auch wenn uns die Entscheidung der Kommission nicht überrascht, bedauern wir diese“, sagte Aurubis-Vorstandschef Jürgen Schachler. „Nach unserer Auffassung hätten die Wieland-Werke für das Segment eine starke Zukunftsperspektive geboten.“

Schon seit Oktober habe Aurubis weitere potenzielle Optionen identifiziert, falls der Verkauf nicht zustande komme. „Diese werden wir jetzt, da wir das Vorhaben in der ursprünglichen Form nicht realisieren können, intensiver prüfen“, sagte Schachler. „Nach wie vor ist es unser vorrangiges Ziel, für dieses Segment eine Perspektive zu finden, in der sich das Geschäft langfristig gut entwickeln kann.“.

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  • dpa
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