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Lafarge-Holcim Syrien-Vorwürfe: Verfahren gegen Zementriesen teilweise eingestellt

Lafarge-Holcim hatte trotz des Bürgerkriegs ein Werk bis 2014 betrieben. Nun hat ein Pariser Gericht einen Anklagepunkt gegen den Konzern gestrichen.
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Auch Nichtregierungs- und Menschenrechtsorganisationen hatten Lafarge öffentlich vorgeworfen, mit Geldzahlungen an den IS auch Beihilfe zu den Verbrechen der Terrormiliz geleistet zu haben. Quelle: AFP
Lafarge-Zementwerk in Nordsyrien

Auch Nichtregierungs- und Menschenrechtsorganisationen hatten Lafarge öffentlich vorgeworfen, mit Geldzahlungen an den IS auch Beihilfe zu den Verbrechen der Terrormiliz geleistet zu haben.

(Foto: AFP)

Paris Im Verfahren gegen den Zementkonzern Lafarge-Holcim wegen möglicher Verfehlungen während des syrischen Bürgerkriegs hat ein Pariser Berufungsgericht einen Anklagepunkt gestrichen. Die Vorwürfe gegen die Tochtergesellschaft Lafarge wegen „Mittäterschaft an Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ seien zurückgewiesen worden, wie eine Anwältin der an dem Fall beteiligten Menschenrechtsorganisation Sherpa am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Die Anklage wegen „Terrorismusfinanzierung“ und der Verletzung eines Handelsembargos bestehe aber weiter. Lafarge-Holcim erklärte, der Konzern nehme den Entscheid zur Kenntnis und kooperiere weiterhin mit den französischen Behörden. Außerdem wirft die Justiz Lafarge vor, Menschenleben in Gefahr gebracht zu haben.

Der Zementhersteller hatte ein Werk im Norden Syriens trotz des Bürgerkriegs bis 2014 weiterbetrieben. Das lokale Unternehmen zahlte Geld an Dritte, um Absprachen mit bewaffneten Gruppen auszuhandeln, damit die Produktion weitergehen konnte, wie Lafarge-Holcim 2017 zugab. Zu dieser Zeit waren in Nordsyrien die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), kleinere islamistische Gruppierungen und Kurden-Gruppen aktiv.

Auch Nichtregierungs- und Menschenrechtsorganisationen hatten Lafarge öffentlich vorgeworfen, mit Geldzahlungen an den IS auch Beihilfe zu den Verbrechen der Terrormiliz geleistet zu haben. Neben den Verfahren gegen Lafarge SA laufen außerdem Ermittlungen gegen frühere Manager der Firma.

Das Unternehmen bereue die Fehler, die in Syrien gemacht worden seien, teilte Lafarge-Holcim nach der Gerichtsentscheidung mit. Es seien damals Schritte eingeleitet worden, damit sich diese Fehler nicht wiederholten. Der Konzern kooperiert nach eigenen Angaben weiterhin mit der französischen Justiz.

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  • dpa
  • rtr
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