Lamborghini & Co. in Genf Ganz oben angekommen

Im Spitzensegment versuchen die Supersportwagenbauer, ihre anspruchsvolle Kundschaft mit immer neuen Spitzenleistungen zu beeindrucken. Mit dem Autoalltag hat das nichts zu tun. Die Extremisten dominieren den Autosalon.
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Der neue Koenigsegg Agera RS leistet bis zu 1.160 PS und soll nur 25 mal gebaut werden. Quelle: dpa
Superlative in Genf

Der neue Koenigsegg Agera RS leistet bis zu 1.160 PS und soll nur 25 mal gebaut werden.

(Foto: dpa)

GenfIrgendwie scheint es fast ein wenig absurd, einem Lamborghini noch den Stempel „superschnell“ aufzudrücken. Sämtliche Baureihen der italienischen Sportwagenmarke beschleunigen spielend über 300 Kilometer pro Stunde. Doch ein bisserl was geht immer, wenn die italienische Rennwagenschmiede aus Sant’Agata Hand anlegt. Und so ist der Supersportwagen Aventator noch mal 50 Kilo leichter und nochmal 50 PS stärker geworden. Dafür verleihen ihm die Italiener den Zusatz „SV“, oder ausgeschrieben: Superveloce. Superschnell eben.

Selbst eine Ikone wie Lamborghini kann es sich nicht leisten, in der Leistungsshow von Genf zurückzustecken. Das Geschäft mit den Supersportwagen gilt als besonders lukrativ. „Es drängen sogar immer neue Wettbewerber auf den Markt“, sagt Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Ob die Benzinpreise hoch oder niedrig sind ist sekundär für den Absatz von Sportwagen. Die Kundschaft achtet nicht auf den Preis, sondern auf Exklusivität. Darum soll auch der Aventador SV nur in limitierter Stückzahl verkauft werden, deutlich unter der Nachfrage, sagt Winkelmann.

Welche Blüten dieses Rennen nach Exklusivität treibt, demonstriert auch der britische Sportwagenbauer McLaren. Mit dem P1 GTR haben sie einen 1000-PS-Renner mit nach Genf gebracht, der nur in einer niedrigen zweistelligen Auflage hergestellt wird. Preis inklusive Steuern: 2,5 Millionen Euro. Und zuschlagen darf nur, wer schon einen P1 besitzt – die Zielgruppe ist also auf 375 Menschen weltweit beschränkt.

Selbst wer bereit ist, den Betrag zu investieren, darf den McLaren nicht in den eigenen Fuhrpark stellen. Er bleibt bei den Briten und wird auf Wunsch auf den Rennstrecken der Welt eingeflogen. McLaren selbst organisiert die Reise und stellt sogar das technische Personal für die persönliche Meisterschaft der Extreme. Mehr geht für gut superreiche Sportwagen-Fans kaum.

Doch wem 1000 PS zu wenig sind und wer seinen Supersportler auch mal spazieren fahren will, der kann sich Koenigsegg umschauen. Der Agera RS ist zwar baugleich mit dem One:1, den die Schweden im vergangenen Jahr präsentierten – ist aber jetzt auch straßentauglich. Und das bei 1.160 PS. Schätzungsweise soll der Preis für den Superflitzer über 1,5 Millionen Euro liegen. Gerade einmal 25 Stück will der schwedische Sportwagenbauer produzieren– und mit einem könnten die Schweden auch die Bestzeit von Porsche auf der Nordschleife herausfordern.

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4 Kommentare zu "Lamborghini & Co. in Genf: Ganz oben angekommen"

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  • Lieber Herr Neumann (falls Sie tatsächlich so heißen),
    wenn Sie schon versuchen, meine Gedanken zu lesen, sollten Sie beim nächsten Mal zumindest meinen Namen richtig schreiben.
    Und inhaltlich liegen Sie absolut daneben. Ich gönne jedem Käufer der im Text erwähnten Modelle von Herzen das Erlebnis mit diesen außergewöhnlichen Fahrzeugen. Es ist gut, dass es solche technologischen Meisterwerke gibt. Sie wirken nur - wenn man die aktuelle Debatte um CO2-Werte und andere Zukunfsthemen der Mobilität betrachtet, etwas aus der Zeit gefallen. Und sie nehmen in Genf aus meiner Sicht einen etwas zu prominenten Platz ein.
    Und jetzt gehe ich meinen Trabant umparken... (bay)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Wer behauptet, bei einem LP700-4 ist Schluss bei 350 km/h, der ist noch nie in seinem Leben einen gefahren.

    (...)
     
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ich sehe schon: Wenn es nach Lucas Bay und der Handelsblatt-Redaktion ginge, würde als EU-Gemeinschaftsprojekt ein Elektro-Kleinwagen entstehen, der nach Möglichkeit im Rahmen einer UN-Klima-Resolution Pflicht würde.

    Aber zum Glück ticken die Menschen so nicht. Wer Geld hat, kauft sich ein schönes Auto. Spitzensportwagen, die sich faktisch niemand leisten kann, sind der Stoff, aus dem die kleinen Träume sind, die Menschen mit mittlerem Einkommen sich leisten können, und für deren sie Verwirklichung sie arbeiten.

    Die Zeiten von Lada und Trabant sind vorbei - auch wenn sie offenbar im Handelsblatt in den Köpfen wieder beginnen.
    Aber das hat mit der Realität nichts zu tun und mit "Wirtschaftszeitung" sowieso schon mal überhaupt nichts.

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