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Landwirte und Lebensmittelindustrie klagen über gnadenlosen Preiskampf Die Deutschen sparen jetzt auch am Essen

Geld mit Grundbedürfnissen der Bevölkerung verdienen zu müssen, ist ein hartes Geschäft geworden. In Zeiten von Rabattschlachten liegen da die Nerven bisweilen blank, wenn Ständevertreter das Konsumverhalten der Deutschen geißeln.

ire BERLIN. „Geiz zur gesellschaftlichen Tugend zu erklären, kann nicht die Lösung sein für ein Land, das zu den reichsten der Welt gehört“, klagt der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) Peter Traumann. Auch der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, bedauert, dass deutsche Privathaushalte nur noch 12,1 % ihrer Konsumausgaben für Nahrungsmittel aufwenden. Ende der Siebziger Jahre seien es noch knapp 20 % gewesen. „Die Menschen in Deutschland essen billiger und damit nicht gesünder“, ergänzte Traumann.

Nur dank eines starken Auslandsgeschäfts konnten die Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie ihre Erlöse im vergangenen Jahr um nominal 2,3 % auf 128,1 Mrd. Euro steigern. Dieses Ergebnis gab der BVE gestern bei der Eröffnungspressekonferenz der Grünen Woche in Berlin bekannt.

Während der Umsatz im Inland stagnierte, wuchs der Export der Nahrungsmittel- und Getränkebranche 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % auf 26,4 Mrd. Euro. Damit festigte sich ein Trend, der nun schon seit einigen Jahren anhält. Im Ausland sind höherpreisige deutsche Markenprodukte begehrt, während im Inland Discounter wie Aldi und Lidl Marktanteile gewinnen, indem sie die Verbraucherpreise auf Kosten von Industrie und Landwirtschaft immer weiter drücken.

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