Landwirtschaft Hohe Energiekosten, knappe Düngemittel, teure Rohstoffe: Nahrungsmittel werden 2022 wohl deutlich teurer
Nahrungsmittel dürften 2022 noch teurer werden. Weil Düngemittel weltweit fehlen, fallen die Ernten geringer aus.
Düsseldorf Mit großer Sorge blickt Landwirt Cornel Lindemann-Berk auf die nächste Ernte. Denn auf dem Weltmarkt ist Dünger knapp geworden. „Statt 80 Cent zahle ich nun 2,50 Euro das Kilo Stickstoff“, erzählt der Landwirt, der mit seiner Familie einen 388-Hektar-Betrieb in Frechen bei Köln bewirtschaftet. „Und ich kann froh sein, wenn ich irgendwo überhaupt noch Dünger bekomme!“ Denn bisher ist es ihm erst gelungen, ein Sechstel des Bedarfs für das kommende Wirtschaftsjahr einzukaufen.
Große Chemiefirmen haben in den vergangenen Wochen die Düngemittelproduktion heruntergefahren, weil sie sich nicht mehr rentiert. Grund ist das teure Erdgas. In der Herstellung von Ammoniak, dem Vorprodukt von Dünger, ist Erdgas der wichtigste Rohstoff und Energielieferant zugleich.
Und die Düngerkrise hat gravierende Folgen für die Ernährung der Welt. Weniger Dünger heißt: kleinere Ernte von schlechter Qualität. Lindemann-Berk befürchtet 30 bis 40 Prozent weniger Ertrag.
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