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Lastwagenhersteller Volkswagen ist bei MAN-Übernahme am Ziel

Nun ist es offiziell: MAN ist kein selbstständig handelndes Unternehmen mehr. Volkswagen hält über 50 Prozent an dem Dax-Konzern. Dabei ging es bei dem trickreichen Coup nie darum, besonders viele Aktien einzusammeln.
04.07.2011 Update: 04.07.2011 - 09:38 Uhr Kommentieren
Das Logo des Nutzfahrzeuge-Herstellers MAN. Quelle: dapd

Das Logo des Nutzfahrzeuge-Herstellers MAN.

(Foto: dapd)

München/Wolfsburg Volkswagen hat sich die Mehrheit an dem Lastwagenhersteller MAN gesichert. Der Wolfsburger Autokonzern hält 55,9 Prozent der MAN-Stammaktien, wie VW am Montag mitteilte. Im Mai hatte VW überraschend seine Anteile an MAN auf über 30 Prozent erhöht und musste ein Pflichtangebot abgeben.

Die Frist für die Annahme des Angebots war am vergangenen Mittwoch abgelaufen. Der Kurs der MAN-Aktie war in den Tagen zuvor deutlich unter den Angebotspreis gesunken. Händler könnten die Papiere günstig gekauft und dann zum Angebotspreis von 95 Euro VW angedient haben, hieß es am Freitag aus Finanzkreisen.

MAN hat die Übernahme durch Volkswagen begrüßt. „Unsere Aktionäre haben sich entschieden: MAN wird zur VW-Familie gehören“, sagte ein Sprecher am Montag in München. Damit werde ein neues Kapitel in der 253-jährigen Geschichte des Unternehmens aufgeschlagen. „Die sich daraus ergebenen Chancen werden wir aktiv nutzen. Die Wolfsburger Pläne für eine LKW-Allianz mit der schwedischen VW-Tochter Scania würden aus München vollständig unterstützt. „Unser Anspruch daran ist klar: Wir wollen gemeinsam Potenziale heben“, sagte der Sprecher.

Volkswagen wollte zunächst mindestens 35 bis 40 Prozent der Anteile an MAN bekommen, um kartellrechtliche Hürden für eine enge Kooperation mit der schwedischen Tochter Scania aus dem Weg zu räumen. Beide Lastwagenbauer sollen unter dem Dach von VW zu einer Lkw-Allianz zusammengebracht werden.

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    Das taktische Spiel um das Übernahmeangebot für MAN geht nun in die letzte Runde. Der Volkswagen-Konzern musste gemäß des Aktienrechts eine Offerte für alle Aktien abgeben, weil sein Anteil an den MAN-Stimmrechten 30 Prozent überschritten hatte.

    Doch das Übernahmeangebot für den Lastwagenhersteller hatte nie zum Ziel, besonders viele Aktien einzusammeln. Die Wolfsburger wollen nur die Kontrolle über MAN - und dafür wollen sie möglichst wenig Geld ausgeben. So lautet die Direktive von Ferdinand Piëch, der auf beiden Seiten die Fäden zieht. Der 74-Jährige ist sowohl Aufsichtsratschef von Volkswagen wie von MAN.

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