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Lebensmittelpreise Butterkekse und Prinzen-Rolle werden teurer

Nun sollen auch „Krümelmonster“ tiefer in die Tasche greifen: Nach der Molkereibranche, den Brauern, den Schokoladeherstellern und diversen weiteren Nahrungsmittelfabrikanten hat auch die Gebäckbranche steigende Preise für ihre Produkte angekündigt. Ein Trost für die Verbraucher: Weihnachten bleibt ausgespart.
Keksproduktion in Sachsen-Anhalt. Foto: dpa Quelle: dpa

Keksproduktion in Sachsen-Anhalt. Foto: dpa

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Die Süßwarenbranche begründete die bevorstehende Preiserhöhung mit gestiegenen Rohstoffpreisen. „Um durchschnittlich rund zehn Prozent“ will beispielsweise der Kekshersteller Bahlsen die Preise für sein Sortiment erhöhen. Nach Auskunft einer Firmensprecherin soll die Preiserhöhung schon zum 1. November wirksam werden. Betroffen sei aber nicht das Weihnachtsgebäck, da die Preise für Saisonartikel mit dem Lebensmitteleinzelhandel schon viel früher im Jahr ausgehandelt worden seien. Teurer würde aber beispielsweise der traditionsreiche „Leibniz Butterkeks“, sagte die Bahlsen-Sprecherin dem Handelsblatt. Die Gespräche mit dem Handel darüber liefen derzeit.

Auch ein weiteres, besonders bei Kindern beliebtes Produkt, die „Prinzen-Rolle“ von De Beukelaer, wird im Preis steigen. Hersteller Griesson-de Beukelaer bestätigte auf Anfrage, dass auch darüber bereits Gespräche mit Vertretern des Handels geführt würden. Ziel sei es, so Firmensprecher Peter Gries, die Preise für das gesamte Griesson-de-Beukelaer-Sortiment baldmöglichst ebenfalls um etwa zehn Prozent anzuheben. Man gehe davon aus, dass der Handel, wie schon bei Trinkmilch und Butter, für die Situation der Hersteller Verständnis zeige und an die Preiserhöhung an die Verbraucher weiterleite. Gries begründete die Preisanpassung mit „dramatischen Situationen auf den Rohstoffmärkten“.

Seit 2006 hat sich bei den Backzutaten eine gewaltige Preisspirale entwickelt. „Die Butterpreise sind regelrecht explodiert, nachdem schon vorher bei Mehl und anderen wichtigen Rohstoffen wie Milchpulver und Glukosesirup die Preise kräftig angezogen haben“, sagt Hermann Bühlbecker, Vorsitzender der Fachsparte Feine Backwaren im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) und Inhaber der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz. „Vor diesem Hintergrund dürften die derzeitigen Produktionskosten für Feine Backwaren insgesamt nicht zu halten sein und Preiserhöhungen zur Folge haben.“ Auch für seine eigene Unternehmensgruppe kündigte Bühlbecker Preissteigerungen an, die größtenteils zum Jahreswechsel wirksam werden sollten.

Der Süßwarenhandel nahm zu den Forderungen der Süßwarenindustrie bisher keine Stellung.

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