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Leuchtenhersteller Zumtobel erhöht Dividende trotz Verlust

Der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel will seine Dividende mehr als verdoppeln – obwohl der Konzern rote Zahlen schreibt. In Zukunft hofft Zumtobel auf Rückenwind. Den sollen vor allem Sparmaßnahmen bringen.
25.06.2014 Update: 25.06.2014 - 10:13 Uhr Kommentieren
Gut ausgeleuchtet: Zumtobel-Chef Ulrich Schumacher. Grund für das schlechte Ergebnis waren Sonderkosten von 35,5 Millionen Euro. Quelle: dpa

Gut ausgeleuchtet: Zumtobel-Chef Ulrich Schumacher. Grund für das schlechte Ergebnis waren Sonderkosten von 35,5 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Wien Der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel will seine Dividende trotz eines Verlusts im vergangenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln. Die Aktionäre sollen 18 Cent je Anteilsschein erhalten, nach sieben Cent für das Jahr davor, teilte das auf die Beleuchtung von Büros, Supermärkten und Straßen spezialisierte Unternehmen am Mittwoch mit. Dabei rutschte Zumtobel wegen höherer Kosten für den laufenden Konzernumbau tiefer in die roten Zahlen und schrieb einen Verlust von 4,8 nach einem Plus von 6,1 Millionen Euro.

Grund dafür waren Sonderkosten von 35,5 Millionen Euro - unter anderem für den geplanten Abbau von 600 Arbeitsplätzen. Bereinigt um diesen Sondereffekt legte der Betriebsgewinn um ein Drittel auf 47,6 Millionen Euro zu und erfüllte damit in etwa die Erwartungen von Analysten.

Im bis Ende April laufenden Geschäftsjahr 2014/15 will der seit Oktober amtierende Firmenchef Ulrich Schumacher die Erlöse um rund drei Prozent steigern. Die bereinigte operative Rendite (Ebit-Marge) soll auf fünf bis sechs von 3,8 Prozent zulegen. Zumtobel erhofft sich dabei Rückenwind durch die bessere Wirtschaftsentwicklung in Europa und geringere Kosten durch das laufende Sparprogramm.

Eine weitere Sparrunde ab dem kommenden Geschäftsjahr 2015/16 schließt Zumtobel nicht aus. „Es kann niemand sagen, was nächstes Jahr ist“, sagte Schumacher in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Im noch bis Ende April laufenden Geschäftsjahr wolle er den bereits angekündigten Abbau von 600 Stellen vorantreiben. Zusätzliche Einschnitte seien zunächst nicht geplant. „Danach schauen wir mal, wie wir positioniert sind, wie sich der Wettbewerb positioniert, was der Markt macht“, sagte Schumacher.

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    Für das vergleichsweise kleine US-Geschäft sei Zumtobel weiterhin auf der Suche nach einem Partner. „Das ist keine Teilzeitfreundschaft, die wir eingehen wollen, sondern eine Art Ehe. Da guckt man besser mal hin, mit wem man sich da verheiratet“, sagte der Manager. Laufe alles nach Plan, könne Zumtobel dort auf Monatsbasis gegen Ende des Geschäftsjahres die Gewinnschwelle erreichen.

    • rtr
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