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Leuchtenhersteller Zumtobel schreibt weiter rote Zahlen

Ein hoher Kostendruck in der Branche bringen dem Leuchtenhersteller Zumtobel weitere Verluste. Interne Probleme sorgten für Unruhe.
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Das österreichische Unternehmen kommt seit Monaten nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Quelle: picture alliance / BARBARA GINDL
Zumtobel in Dornbrin

Das österreichische Unternehmen kommt seit Monaten nicht aus den Negativ-Schlagzeilen.

(Foto: picture alliance / BARBARA GINDL)

Wien
Der angeschlagene Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel hat im dritten Quartal 2017/18 erneut einen Verlust gemacht. Von November bis Ende Januar sei unter dem Strich ein Minus von 9,3 Millionen Euro angefallen nach einem Gewinn von 2,2 Millionen Euro, teilten die Österreicher am Dienstag mit.

Zu schaffen mache dem Konzern, der auf die Beleuchtung von Büros, Fassaden und Straßen spezialisiert ist, weiterhin ein hoher Kostendruck in der Branche sowie ein schwächeres Geschäft in Großbritannien, wo etwa ein Fünftel des Umsatzes erwirtschaftet werde. Insgesamt schrumpfte der Umsatz um 7,3 Prozent auf 283,7 Millionen Euro.

Der Quartalsverlust ist größer als von Analysten erwartet, die im Schnitt mit einem Minus von 2,1 Millionen Euro gerechnet hatten. Beim Umsatz wurden die Erwartungen erreicht.

Das Unternehmen mit Sitz in Dornbirn kommt seit Monaten nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Zuletzt verschreckte der Konzern im Januar die Anleger mit der zweiten Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr. Für das Gesamtjahr werde ein um Restrukturierungskosten bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 15 Millionen bis 25 Millionen Euro erwartet, bekräftige der Konzern nun. Für die ersten drei Quartale nannte der Konzern ein bereinigtes Ebit von 20,5 Millionen Euro. Das Umsatzminus werde 2017/18 weiterhin bei etwa acht Prozent gesehen.

Neben wirtschaftlichen Problemen hatte das Unternehmen auch mit internen Problemen zu kämpfen. Nachdem zwei Aufsichtsräte im Dezember ihr Mandat niedergelegt hatten, trat im Februar Konzernchef Ulrich Schumacher zurück. Auch Finanzchefin Karin Sonnenmoser verlässt das Unternehmen Ende Juni.

Der neue Firmenchef Alfred Felder, der bisher Vertriebsvorstand war, will den Konzern nun wieder auf Spur bringen und Einsparungen umsetzen. „Hier werden wir klare Maßnahmen und Ziele setzen und in diesem Prozess auch sämtliche Strukturen, Unternehmensabläufe aber auch Märkte und Produktportfolios ergebnisoffen auf den Prüfstand stellen“, sagte der Manager. Ergebnisse will er im Juni präsentieren.

  • rtr
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