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Leuchtmittel-Hersteller Osram senkt die Prognose

Herkömmliche Glühbirnen werden weit weniger nachgefragt. Das hat der Leuchtmittel-Hersteller Osram nun am eigenen Leib erfahren müssen. Das Ziel scheint aussichtslos, Osram senkt die Umsatzprognose.
28.05.2014 - 12:54 Uhr Kommentieren
Osram-Glühbirnen: Der Rückgang im Glühbirnengeschäft macht Osram zu schaffen. Quelle: dpa

Osram-Glühbirnen: Der Rückgang im Glühbirnengeschäft macht Osram zu schaffen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Leuchtmittel-Hersteller Osram hat wegen des rasant schrumpfenden Marktes für herkömmliche Glühlampen seine Umsatzziele eingedampft. Die Anleger reagierten am Mittwoch verschreckt: Die Osram-Aktien brachen in der Spitze um zehn Prozent auf 36,02 Euro ein. Der Konzern erwartet im laufenden Jahr auf vergleichbarer Basis nur noch stagnierende Umsätze.

Der Rückgang im Geschäft mit traditionellen Leuchtmitteln für Gebäude und Straßenlaternen habe sich beschleunigt, begründete das Unternehmen seinen zurückhaltenden Ausblick. Bestenfalls sei noch ein geringes Umsatzwachstum drin. Bisher hatte Osram ein Plus von drei Prozent angepeilt, dieses aber schon im April infrage gestellt. Deshalb komme die Prognosesenkung nicht vollkommen überraschend, kommentierte DZ-Bank-Analyst Harald Schnitzer.

Das rückläufige Geschäft mit herkömmlichen Leuchtmitteln für Gebäude - das die einstige Siemens-Tochter zusammen mit Philips und GE dominiert - macht rund die Hälfte des Konzernumsatzes von Osram aus. Im wachsenden Markt für LED-Leutdioden sorgt Konkurrenz aus Asien - etwa Samsung oder Toshiba - für einen enormen Preisdruck.

„Die Warnung unterstreicht, dass Osram keine LED-Wachstumsstory ist“, schrieb Analyst Tim Wunderlich von Hauck & Aufhäuser. Der Konzern schaffe es nicht, den Umsatzrückgang im traditionellen Geschäft mit LEDs wettzumachen. Inklusive negativer Effekte von Unternehmensverkäufen und Wechselkursen bedeute die neue Prognose einen Rückgang des ausgewiesenen Umsatzes von drei bis vier Prozent, schätzt Wunderlich.

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    Osram stemmt sich mit Sparmaßnahmen und dem Abbau Tausender Stellen gegen den Druck und peilt 2014 unverändert eine bereinigte operative Marge (Ebita) von mehr als 8,0 Prozent an. Das sei angesichts der gesenkten Umsatzprognose positiv zu werten, erklärte DZ-Bank-Analyst Schnitzer. Zudem geht der Vorstand unverändert davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr der Konzerngewinn nach Steuern stark ansteigen wird. Im Geschäftsjahr 2012/13 (Ende September) hatte Osram bei einem Umsatz von 5,29 Milliarden Euro einen Gewinn nach Steuern von 33,6 Millionen Euro erreicht.

    • rtr
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