Li Shu Fu Geely-Chef ist der Milliardär hinter dem möglichen Daimler-Deal

Der Autohersteller Geely investiert massiv in seine Marke, sowohl in Europa als auch in China. Dessen Chef könnte bald Daimlers größter Aktionär werden.
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Geely: Li Shufu ist der Mann hinter dem möglichen Daimler-Deal Quelle: Reuters
Li Shufu

Der CEO des chinesischen Autobauers Geely hat aus seiner Bewunderung für Mercedes nie einen Hehl gemacht.

(Foto: Reuters)

MünchenAus seiner Bewunderung für Mercedes hat Li Shu Fu nie einen Hehl gemacht. Schon Anfang der neunziger Jahre, bevor der chinesische Unternehmer den Autokonzern Geely gründete, soll sich der begeisterte Autoliebhaber einen Mercedes zugelegt haben, um das Design der Schwaben zu studieren.

Das erste Modell, das Li Shu Fu im Jahr 1998 auf den Markt brachte, trug zwar den Namen „Erhabenes Gefühl“ (Haoqing), glich aber optisch einer schlechten Kopie eines Mercedes. Der offensichtliche Designklau brachte Li Shufu in China den Spitznamen „Zaoche Fengzi“ („der verrückte Autobauer“) und eine Urheberrechtsklage von Daimler ein.

Doch aus dem Unternehmer, den anfangs keiner ernst nahm, könnte schon bald einer der größten Aktionäre von Daimler werden. Seit Monaten bemüht sich Geely um Daimler-Anteile und auch die Schwaben scheinen nicht abgeneigt zu sein. Doch der erste Anlauf scheiterte: Den Wunsch der Chinesen, über eine Wandelanleihe und einen Rabatt in den Aktionärskreise aufgenommen zu werden, stieß auf wenig Gegenliebe der bestehenden Investoren. Seitdem, so heißt es in Finanzkreisen, kaufen die Chinesen Daimler-Aktien an der Börse.

Li Shufu – wie sich der Investor Daimler zunutze machen will

Ein Einstieg bei dem Stuttgarter Autokonzern passt ins Konzept von Li Shufu. Denn der Geely-Eigentümer hat nach seinen ersten Kopie-Versuchen begriffen, dass er an das Design und das Image von Weltmarken wie Volvo oder Mercedes nicht so schnell herankommt.

Also kauft er lieber zu: Geely gehört mittlerweile der malaysische Massenhersteller Proton, die britische Sportwagenmarke Lotus und der Hersteller der Londoner Taxis. Endgültig auf die Landkarte der Branche brachte Geely aber die Übernahme der schwedischen Traditionsmarke Volvo.

Seitdem investiert Geely massiv in die Marke, sowohl in Europa als auch in China. Das Konzept geht auf. Göteborg, wo Schweden und Chinesen gemeinsam entwickeln, ist mittlerweile ein Hotspot der europäischen Autoindustrie. Im vergangenen Jahr machte Volvo-Chef Hakan Samuelsson Schlagzeilen, als er ankündigte, dass Verbrennungsmotoren bei Volvo keine Zukunft mehr hätten.

Tatsächlich setzt Li Shu Fu bei allen Marken voll auf Elektromobilität. Schon heute ist China der größte Markt für Stromautos, Geely selbst betreibt die landesweit größten Flotten mit Stromantrieb. Ein Investment in Daimler würde in diese Strategie gut passen. Die Schwaben investieren mehr als zehn Milliarden Euro in die Entwicklung von fast einem Dutzend Stromautos. Und einen zusätzlichen Investor, der diesen Kurs stützt, kann Daimler-Chef Dieter Zetsche gut gebrauchen.

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  • Ein weiterer Tor schreibt hier, 5% das ist die Armut hier, die Technik das interesiert hier.
    Morgen wird er es erkennen, wohin die Gewinne rennen, armer deutscher Tor,
    bis dahin kann er weiter pennen und ein paar Boni schlemmen. Ha Ha Ha

  • Daimler zahlt eine Dividende von ÜBER 5% und hat einen KGV von 8 - macht also schöne Gewinne.
    Warum sollte man da als chinesischer Investor nicht einsteigen?
    Daimler ist der weltgrößte LKW Hersteller und produziert richtig tolle Autos, zudem ist Daimler in den Zukunftsmärkten aktiv - eAutos, selbst fahrende Autos, Kartendienste here, Mobilitätsdienste car2go und mytaxi.
    Aus dem Fuhrpark habe ich seit Jahren alle schönen Marken wie BMW, Daimler-Mercedes und Audi fahren dürfen - am besten waren die von Daimler-Mercedes - dicht gefolgt von BMW - das ist aber nur meine ganz private Meinung!
    Ich kann den Erfolg von Daimler bei der Absatzsteigerung der Premiummodelle absolut auch persönlich nachvollziehen - und unsere chinesischen Freunde scheinbar auch!

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