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Lichtkonzern AMS setzt sich neue Deadline für Osram-Offerte

Spätestens Anfang September muss AMS eine Offerte für Osram vorlegen. Beide Konzerne rechnen aber schon mit einer Einigung in der kommenden Woche.
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38,50 Euro je Aktie bietet AMS für Osram. Quelle: dpa
Osram

38,50 Euro je Aktie bietet AMS für Osram.

(Foto: dpa)

München Die Verhandlungen über eine Fusionsvereinbarung zwischen dem Münchner Lichtkonzern Osram und der österreichischen AMS kommen nach Angaben der Beteiligten voran. Beide zeigten sich zuversichtlich, dass AMS seine Offerte wie gewünscht bis zum 5. September vorlegen kann. Von der von AMS gesetzten Frist für eine Einigung mit Osram bis zum 15. August ist nicht mehr die Rede.

Mit der alten Frist wollten die Österreicher sicherstellen, dass ihr Übernahmeangebot von der Finanzaufsicht Bafin rechtzeitig vor dem 5. September genehmigt wird. In Unternehmenskreisen hieß es diesen Mittwoch, nach realistischer Einschätzung reiche dafür auch eine Vereinbarung in der nächsten Woche. Osram teilte mit, der Vorstand und der Aufsichtsrat wollten „zeitnah“ darüber entscheiden.

Am 5. September läuft außerdem das Angebot der Finanzinvestoren Bain und Carlyle für Osram aus. Nach dem Übernahmegesetz würden beide Angebote - das von Bain und Carlyle über 35 Euro je Aktie und das höhere über 38,50 Euro von AMS - parallel laufen.

Der Chip-Hersteller aus Premstätten bei Graz sprach diesen Mittwochabend von „guten Fortschritten“, Osram in einer separaten Mitteilung von „konstruktiven Gesprächen“. Damit hat Osram den Widerstand gegen die Österreicher endgültig aufgegeben. Osram legt nach eigenen Angaben Wert darauf, dass AMS „angemessene Schutzzusagen“ vor allem für die Mitarbeiter und „alle wesentlichen Unternehmensteile“ abgibt.

Bevor AMS das 4,3 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot vorlegen kann, muss der Osram-Vorstand ein Stillhalteabkommen aufheben, das den Österreichern zwölf Monate lang verbietet, Osram-Anteile zu kaufen. AMS hatte das Abkommen im Juni unterschrieben, um einen Blick in die Bücher von Osram werfen zu können.

AMS ist hoch verschuldet und müsste die Übernahme auf Kredit finanzieren. Deswegen gibt es Befürchtungen, dass die Österreicher eine Übernahme durch die Zerschlagung von Osram gegenfinanzieren könnten, um nur die Teile zu behalten, die für AMS wichtig sind. AMS und Osram sind auf einigen Feldern direkte Konkurrenten.

Mehr: AMS macht eine Rolle rückwärts und liebäugelt wieder mit dem Osram-Deal. Analysten bewerten den ökonomischen Sinn des Vorhabens skeptisch.

  • dpa
  • rtr
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