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Lichtkonzern Finanzinvestoren Bain und Carlyle wollen Osram kaufen

Eine Übernahme des angeschlagenen Lichtkonzerns durch Finanzinvestoren rückt näher. Osram bestätigt nun Gespräche – die Aktie steigt rasant.
Update: 13.02.2019 - 17:38 Uhr Kommentieren
Der Lichtkonzern verhandelt mit Finanzinvestoren über eine Übernahme. Quelle: dpa
Osram

Der Lichtkonzern verhandelt mit Finanzinvestoren über eine Übernahme.

(Foto: dpa)

München, Frankfurt Seit Wochen schon gab es Spekulationen um eine mögliche Übernahme von Osram durch Finanzinvestoren. Jetzt bestätigte der Lichtkonzern erstmals „vertiefte Gespräche“. Bain Capital und Carlyle Group prüften einen gemeinsamen Erwerb von bis zu 100 Prozent der Aktien, gab Osram in einer Pflichtmitteilung bekannt.

Es sei derzeit noch nicht abzusehen, ob es zu einer Investition der Finanzinvestoren komme. „Auch ein Scheitern der Gespräche ist möglich.“ Der Aktienkurs, der bereits im Tagesverlauf durch Übernahmegerüchte in die Höhe getrieben wurde, stieg nach der Mitteilung rasant und lag im späten Handel um 14,5 Prozent im Plus.

Das MDax-Unternehmen hat seit dem Ausstieg von Siemens keinen Großaktionär mehr. Auch chinesische Investoren hatten im vergangenen Jahr einen Einstieg geprüft. Nach zwei Gewinnwarnungen im letzten Jahr hatte sich der Aktienkurs von Osram halbiert. Dadurch wurde das Unternehmen wieder interessant für Investoren.

In Finanzkreisen hieß es, die Kursschwankungen erschwerten die Preisfindung für die Finanzinvestoren. Eine Übernahme mit anschließendem Rückzug von der Börse sei im Fall Osram grundsätzlich aber vorstellbar.

Osram hat derzeit eine Marktkapitalisierung von knapp vier Milliarden Euro. Der Aktienkurs war in den vergangenen Jahren wegen des Booms bei der Chiptochter OS Semiconductors zwischenzeitlich stark gestiegen. Das Unternehmen investierte kräftig. Dann aber kam unerwartet heftig der Abschwung.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 sanken die Umsätze um 15 Prozent auf 828 Millionen Euro. Osram kündigte den Abbau von 300 Arbeitsplätzen und 200 Zeitarbeiterjobs in Regensburg an. Unter dem Strich machte das Unternehmen sogar leichte Verluste. Nun steht erneut die Jahresprognose auf der Kippe. Diese stehe nun unter dem Vorbehalt einer Belebung des Auftragseingangs in den nächsten Monaten, hieß es.

Mit den Gewinnwarnungen hat Vorstandschef Olaf Berlien wichtige Investoren verärgert. „Unsere Prognosefähigkeit muss besser werden“, räumte Berlien im Gespräch mit dem Handelsblatt ein. Die Korrekturen kosteten Glaubwürdigkeit. „Da ärgere ich mich schwarz drüber.“

Der Aufsichtsrat steht laut Industriekreisen weiter hinter Berliens Strategie, doch könne es eng für ihn werden, wenn es mit den Gewinnwarnungen so weitergehe. Osram hält nächste Woche seine Hauptversammlung ab.

Laut den Kreisen ist unklar, wie Finanzinvestoren den Wert der Firma deutlich heben könnten – zum Beispiel durch einen Weiterverkauf oder eine Abspaltung der Chipsparte, die allerdings derzeit unter der Marktschwäche zu leiden hat. Daher sei noch nicht klar, ob es wirklich zu einer Übernahme komme.

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