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Lichtkonzern Finanzinvestoren zweifeln angeblich an Osram-Übernahme

Carlyle und Bain Capital werden laut einem Bericht durch schwache Gewinnprognosen abgeschreckt. Osram selbst dementiert die Darstellung.
Update: 18.04.2019 - 11:02 Uhr Kommentieren
Osram: Carlyle und Bain Capital zweifeln angeblich an Übernahme Quelle: dpa
Lichtkonzern Osram

Die beiden interessierten Finanzinvestoren könnten das Übernahmeangebot angeblich platzen lassen.

(Foto: dpa)

München Die Übernahme des Münchner Lichtkonzerns Osram durch zwei Finanzinvestoren droht einem Magazinbericht zufolge zu platzen. „Das Vertrauen in den Investment- und in den Finanzierungs-Case ist erheblich gesunken“ zitierte das „Manager Magazin“ am Donnerstag einen nicht genannten Investmentbanker, der an der Transaktion beteiligt sei.

Osram hatte im Februar bestätigt, dass sich die Private-Equity-Investoren Bain Capital und Carlyle für eine komplette Übernahme des Konzerns interessierten. Inzwischen haben sich aber die Aussichten für den stark von der Autoindustrie abhängigen Licht-Spezialisten eingetrübt. Vorstandschef Olaf Berlien musste vor drei Wochen zum wiederholten Mal die Gewinnprognosen deutlich nach unten korrigieren.

Osram selbst will nichts von wachsenden Zweifeln der Finanzinvestoren wissen. „Das kann ich nicht bestätigen“, sagte ein Sprecher von Osram. „Wir sind seit Monaten in guten Gesprächen mit Bain Capital und Carlyle. Daran hat sich nichts geändert.“ Die Transaktion sei nicht unsicherer geworden. Osram habe aber stets darauf hingewiesen, dass der Ausgang der Gespräche offen sei.

Dem Bericht zufolge kann Osram nur noch mit einem Angebot leicht über dem aktuellen Aktienkurs rechnen. Bislang hätten Analysten bis zu 45 Euro je Osram-Aktie erwartet. Das Papier fiel am Donnerstag zunächst um sechs Prozent auf 31 Euro. legte nach dem Dementi aber wieder etwas zu.

Angesichts der verschlechterten operativen Gewinnaussichten könnten die Finanzinvestoren nur noch mit einem Kreditpaket von 1,2 Milliarden Euro für die Übernahme von Osram rechnen, heißt es in dem Magazinbericht. An der Börse ist Osram nur noch 2,9 Milliarden Euro wert.

Finanzinvestoren sind in der Regel auf einen hohen Fremdkapitalanteil angewiesen, um die Renditen zu erwirtschaften, die sie ihren Anlegern versprochen haben. Bain Capital und Carlyle hätten Ende März darum gebeten, die Bücher zwei Wochen länger zu prüfen, berichtete das „Manager Magazin“.

Unterdessen wetten Hedgefonds bereits auf fallende Kurse bei Osram. Laut Bundesanzeiger haben allein fünf Investoren größere Leerverkaufs-Positionen von zusammen mehr als sieben Prozent aufgebaut. Insgesamt sind dem Magazinbericht zufolge sogar gut 16 Prozent des Aktienkapitals verliehen und leerverkauft.

  • rtr
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