Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Lichtkonzern IG Metall warnt vor Übernahme von Osram durch AMS

AMS liebäugelt mit einer Osram-Übernahme. Die Gewerkschaft IG Metall lehnt das ab. Es drohten eine Zerschlagung von Osram und ein massiver Stellenabbau.
Kommentieren
AMS steht mit Osram vor allem bei Sensoren für die Autoindustrie im Wettbewerb. Quelle: dpa
Osram

AMS steht mit Osram vor allem bei Sensoren für die Autoindustrie im Wettbewerb.

(Foto: dpa)

München Die Gewerkschaft IG Metall stellt sich einer Übernahme von Osram durch den österreichischen Rivalen AMS entgegen. In diesem Fall drohten eine Zerschlagung von Osram und ein massiver Stellenabbau, warnte IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner am Mittwoch. „Das ist für uns nicht akzeptabel.“

Kerner griff AMS massiv an: Das „unprofessionelle Hin und Her“ des Sensor-Spezialisten aus Premstätten bei Graz zeige, dass sich AMS der Sinnhaftigkeit und Machbarkeit einer Übernahme von Osram selbst nicht sicher sei. „Hier wird mit der Überlebensfähigkeit zweier Unternehmen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen verantwortungslos gezockt. Wir werden ein solches feindliches Vorgehen nicht zulassen.“

Kerner stellte sich auf die Seite der Finanzinvestoren Bain und Carlyle, die Osram für vier Milliarden Euro übernehmen wollen. Sie hatten dem Vorstand und den Arbeitnehmervertretern konkrete Zusagen gemacht. AMS hatte am Dienstag überraschend erneut mit einer konkurrierenden Offerte für Osram geliebäugelt, nachdem man sich eine Woche vorher zunächst zurückgezogen hatte.

Die IG Metall wertet den Vorstoß als „Störfeuer“, das Standorte, Arbeitsplätzen und das ganze Unternehmen gefährde. AMS steht mit Osram vor allem bei Sensoren für die Autoindustrie im Wettbewerb. Analysten vermuten, dass die Österreicher nur am Chip-Geschäft des Münchner Lichtkonzerns interessiert wären und den Rest – etwa die Hälfte des Umsatzes – abstoßen würden.

„Wir finden die strategische Logik nicht überzeugend“, sagte Kerner. Zudem sei die Finanzierung, die AMS für eine Übernahme von Osram brauche, „absolut unverantwortlich“, zumal angesichts der sich eintrübenden Autokonjunktur. AMS will nach früheren Angaben zunächst 4,2 Milliarden Euro an Krediten aufnehmen und später eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro starten.

Mehr: AMS liebäugelt wieder mit Osram-Deal. Das Verwirrspiel des Chipkonzerns beim Thema Osram geht weiter. Analysten bewerten den ökonomischen Sinn des Vorhabens skeptisch.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Lichtkonzern - IG Metall warnt vor Übernahme von Osram durch AMS

0 Kommentare zu "Lichtkonzern: IG Metall warnt vor Übernahme von Osram durch AMS"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote