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Lichtkonzern Osram macht weniger Verluste – und weniger Umsatz

Der Konzern kann das Minus im Vergleich zum Vorjahr trotz der Coronakrise verringern. Eine Prognose für 2020 wagt Osram-Chef Olaf Berlien aber nicht.
07.05.2020 Update: 07.05.2020 - 10:10 Uhr Kommentieren
Die Ex-Siemens-Tochter steht kurz vor der Übernahme durch den österreichischen Sensorik-Spezialisten AMS. Quelle: Reuters
Osram-Zentrale in München

Die Ex-Siemens-Tochter steht kurz vor der Übernahme durch den österreichischen Sensorik-Spezialisten AMS.

(Foto: Reuters)

München Der Lichtkonzern Osram sieht trotz Verlusten im abgelaufenen Quartal Fortschritte. „Unsere sehr früh ergriffenen Maßnahmen gegen die Folgen der Coronakrise zeigen im ganzen Unternehmen Wirkung“, sagte Vorstandschef Olaf Berlien am Donnerstag. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 sank der Umsatz des stark von der Autobranche abhängigen Konzerns um vergleichbar knapp acht Prozent auf 321 Millionen Euro.

Der Nettoverlust konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber zumindest von 91 auf 38 Millionen Euro verringert werden. Das um diverse Faktoren bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich um gut ein Drittel auf 96 Millionen Euro. Dies entsprach einer bereinigten Marge von 11,7 Prozent.

Das laufende Quartal dürfte aber eine noch größere Herausforderung werden. Im April sei wohl der tiefste Punkt im Quartal durchlaufen worden mit Umsatzrückgängen von 30 bis 45 Prozent, sagte Berlien. Im Mai werde Osram verstärkt Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

Osram steht derzeit kurz vor der Übernahme durch den kleineren Sensorik-Spezialisten AMS. In München gibt es noch viele Vorbehalte gegenüber den künftigen Eigentümern aus Österreich. Die Finanzierung des Milliardendeals sei auf Kante genäht, sagte der stellvertretende Osram-Aufsichtsratsvorsitzende von der IG Metall, Klaus Abel.

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    Osram-Chef Berlien sagte, er gehe ganz klar davon aus, dass AMS ein „gutes, geprüftes Finanzierungskonzept“ habe. Ob dies auch für die Finanzierung der möglichen Aufstockung der Osram-Anteile durch im Zuge eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags gelte, wollte sich Berlien nicht äußern. Dafür seien „die Kollegen in Premstetten“ zuständig.

    Das vergangene Quartal zeigte zumindest, dass AMS deutlich dynamischer unterwegs ist als Osram. Bei den Österreichern stiegen die Umsätze um ein Drittel auf gut 500 Millionen Dollar. Damit nähern sich die beiden Unternehmen in Sachen Größe immer mehr an. Im Handelsblatt-Gespräch hatte sich Berlien zuversichtlich gezeigt, dass die beiden Unternehmen gemeinsam besser aufgestellt seien.

    Free Cashflow verbessert

    Die operative Umsatzrendite von AMS lag von Januar bis März bei stolzen 20 Prozent. Der operative Cashflow konnte auf 235 Millionen Dollar mehr als verdoppelt werden. „Wir haben das beste erste Quartal in unserer Unternehmensgeschichte abgeliefert“, sagte AMS-Chef Alexander Everke dem Handelsblatt.

    Doch auch bei Osram war man zumindest nicht unzufrieden. „Es war eine Herausforderung, die Produktion in den vergangenen Wochen weitgehend regulär aufrechtzuerhalten“, sagte Berlien. Positiv stimmte ihn, dass der Free Cashflow, im Vorjahreszeitraum noch mit 76 Millionen Euro im Minus, mit 64 Millionen Euro positiv war.

    Zudem komme Osram die hohe Eigenkapitalquote zugute. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen von Corona seien nicht prognostizierbar. Ab Mai wird eine größere Anzahl von Osram-Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein. Der Osram-Vorstand verzichtet in diesem Monat auf zehn Prozent seines Gehalts.

    Angesprochen auf seine eigene Zukunft sagte der Osram-Chef: „Ich bin weiterhin hoch motiviert und mit großer Freude dabei.“ AMS-Chef Everke hatte im Handelsblatt angekündigt, dass er nach dem Closing der Übernahme den Aufsichtsrat teilweise neu besetzen will.

    Mehr: Warum in der Coronakrise selbst solide Mittelständler in Gefahr geraten.

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