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Lichttechnikkonzern Mehr als 1100 Osram-Mitarbeiter protestieren gegen Jobabbau

Osram-Mitarbeiter haben am Montag in München und Berlin gegen den geplanten Stellenabbau demonstriert. Die IG Metall befürchtet, Osram werde „kaputtgespart“.
18.11.2019 - 14:28 Uhr Kommentieren
Osram: Mehr als 1100 Mitarbeiter protestieren gegen Jobabbau Quelle: dpa
Protestaktion von Osram-Beschäftigten

Die Mitarbeiter aus mehreren bayerischen Standorten wollen sich mit ihrer Kundgebung gegen einen von Osram geplanten Abbau von 800 Arbeitsplätzen in Deutschland wehren.

(Foto: dpa)

München Mehr als 1100 Osram-Mitarbeiter haben der IG Metall zufolge gegen den Stellenabbau bei dem Lichttechnikkonzern demonstriert. Zu einer Kundgebung vor der Konzernzentrale in München versammelten sich am Montag 800 und vor dem Werk in Berlin weitere 350 Mitarbeiter, wie Sprecher der Gewerkschaft in beiden Städten mitteilten. Die IG Metall befürchtet, dass sich der kriselnde Konzern von 800 seiner 5600 Beschäftigten in Deutschland trennt. Osram werde „kaputtgespart“.

Auch von der geplanten Übernahme des Konzerns durch den Chip- und Sensorhersteller AMS erwarten die Arbeitnehmervertreter nichts Gutes. Im Kampf gegen AMS erlitten sie am Montag vor Gericht einen Rückschlag. Der Betriebsrat hatte dagegen geklagt, dass der österreichische Konzern kurz nach dem Scheitern seines ersten Übernahmeangebots eine zweite Offerte platzierte.

AMS nutzte damit eine Lücke im Gesetz, das nach Auffassung der IG Metall zwei Offerten nacheinander eigentlich verbietet. Doch das Oberlandesgericht Frankfurt entschied nun, dass der Betriebsrat kein Recht habe, die Freigabe der zweiten Offerte durch die Börsenaufsicht Bafin anzufechten. Das Übernahmeangebot von AMS an die Osram-Aktionäre läuft bis 5. Dezember.

Nach einem Verlust von 343 Millionen Euro in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Osram angekündigt, den Arbeitsplatzabbau fortzusetzen. Anders als die IG Metall nennt der Konzern dazu keine Zahl, sondern verweist auf die laufenden Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern. Osram strebt nach eigenen Angaben sozialverträgliche Lösungen an. Binnen zwölf Monaten hat das Unternehmen die Belegschaft weltweit bereits um 2340 auf 23.500 Mitarbeiter reduziert.

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    Mehr: Der Österreichische Sensorik-Konzern AMS will sich durch Zukäufe einen Innovationssprung verschaffen – und hat bei der Osram-Übernahme keinen Zeitdruck.

    • rtr
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