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Linde und Praxair Der neue Linde-Konzern lässt den bisherigen Marktführer hinter sich

Linde und Praxair sind keine Konkurrenten mehr. Die Fusion kann nun operativ vollzogen werden. Der neue Konzern lässt Air Liquide hinter sich und ist Weltmarktführer.
Update: 01.03.2019 - 17:43 Uhr Kommentieren
Die Fusion wurde durch den Haushaltsstreit in den USA verzögert. Quelle: dpa
Linde

Die Fusion wurde durch den Haushaltsstreit in den USA verzögert.

(Foto: dpa)

MünchenDer neue Linde-Konzern geht in guter Verfassung an den Start: Im vergangenen Jahr steigerte die neue Linde plc ihren Umsatz rechnerisch um fünf Prozent auf 28,1 Milliarden Dollar. Damit landet das fusionierte Unternehmen trotz Kartellverkäufen deutlich vor dem bisherigen Marktführer Air Liquide, der seine Umsätze im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 21 Milliarden Euro verbessert hatte.

Auf Platz drei der weltweiten Gasehersteller liegt Air Products mit etwa neun Milliarden Dollar.

Linde und Praxair hatten sich zum weltgrößten Industriegase-Hersteller zusammengeschlossen. Ab sofort können sie auch als ein Konzern am Weltmarkt auftreten. Die Linde plc ist zwar schon länger im Dax notiert, doch mussten die beiden Unternehmen aufgrund einer sogenannten „Hold separate“-Anordnung noch die Kartellverkäufe abwarten.

Am Freitag wurde die Beschränkung aufgehoben. Man werde nun weltweit das Geschäft integrieren, teilte Linde in einer knappen Pflichtmitteilung mit.

Am Freitag legten Vorstandschef Steve Angel und Finanzvorstand Matt White auch erstmals Zahlen für den neuen Konzern vor. Diese wurden auf Pro-Forma-Basis berechnet – denn die Fusion wurde erst im Oktober vollzogen. Auch operativ machte Linde Fortschritte. Das operative Ergebnis der plc stieg auf Pro-Forma-Basis um sieben Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar. Damit verbesserte sich die operative Umsatzrendite von 16,7 auf 17 Prozent.

Der Sitz des neuen Linde-Konzerns ist in Irland. Der bisherige Praxair-Chef Angel führt das Unternehmen als Vorstandschef aus den USA. Wolfgang Reitzle soll als Chairman des Boards für die notwendige Balance sorgen. Als Linde-Aufsichtsratsvorsitzender hatte er die Fusion maßgeblich vorangetrieben.

Angel betonte in einer Telefonkonferenz, die neue Linde wolle die am besten performende Industriegase-Firma der Welt sein. Man wolle die besten Margen und Wachstum, sagte Angel. Die Mission sei es, „die Welt produktiver zu machen“.

Der neue Konzern habe ein gut diversifiziertes und widerstandsfähiges Portfolio: 38 Prozent der Umsätze wurden in den USA gemacht, 25 Prozent in der Großregion Europa und 21 Prozent in der Region Asien-Pazifik. Er bekräftigte, dass die Fusion Synergien von mindestens 1,1 Milliarden Dollar bringen soll. Davon seien 900 Millionen Dollar Kostensynergien, die zum Beispiel durch Effizienzverbesserungen und die Beseitigung von Überlappungen erreicht werden sollen.

Für das laufende Jahr stellt sich das Unternehmen auf konjunkturellen Gegenwind ein. Der Gewinn der Linde plc soll aber weiter steigen.

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