Lkw mit E-Antrieb Daimler will mit Elektrolaster in Serie gehen

Der Fahrzeughersteller Daimler will in einigen Jahren Lkw mit Elektro-Antrieb auf den Markt bringen. Erste Elektrolaster fahren bereits im Rahmen eines Testprojektes durch Stuttgart.
Zum Start einer Testphase hat Daimler der Stadt Stuttgart mehrere E-Lkw der Marke Fuso Canter spendiert. Ein Jahr lang werden sie im Dienste der Stadt stehen. Quelle: dpa
Lastwagen mit Elektroantrieb

Zum Start einer Testphase hat Daimler der Stadt Stuttgart mehrere E-Lkw der Marke Fuso Canter spendiert. Ein Jahr lang werden sie im Dienste der Stadt stehen.

(Foto: dpa)

StuttgartDaimler wird in einigen Jahren nach den Worten von Daimler-Trucks-Chef Wolfgang Bernhard leichte Lkw mit Elektroantrieb anbieten. „Wir sind heute noch nicht serienreif, aber in einigen Jahren sind wir so weit“, sagte Bernhard am Montag zum Start eines Testprojekts mit der Stadt Stuttgart und dem Transportunternehmen Hermes.

Daimler spendiert seiner Heimatstadt ein Jahr lang vier Sechstonner der Marke Fuso Canter mit rein elektrischem Antrieb, um sie in der Praxis zu erproben. Hermes wird einen Lkw für Paketlieferungen in der Stadt einsetzen. Mit dem Flottentest will der Nutzfahrzeughersteller etwa erproben, wie die batteriebetriebenen Lkw mit den steilen Hügeln in Stuttgart zurecht kommen und ob sich Ladezeiten gut managen lassen.

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen
Smart fortwo electric drive; Reichweite: 145 km
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Der Elektro-Smart gehört zu den am meisten verbreiteten Elektroautos in Deutschland – das Daimler-eigene Carsharing-Projekt Car2go dürfte am Erfolg des 75 PS starken Smart fortwo electric drive aber einen nicht unwesentlichen Anteil haben. Für die Elektromobilität in der Stadt eignet sich der kleine Zweisitzer aber bestens. Wie alle Smarts gehört auch die Elektroversion mit einer Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h nicht zu den schnellsten – muss er als Stadtauto aber auch nicht. Der Elektro-Smart basiert allerdings noch auf dem Vorgänger-Modell – mit Benzinmotor sind bereits neuere Exemplare unterwegs. Günstig ist der Elektro-Smart nicht: Er kostet mindestens 18.910 Euro – dazu kommen noch monatliche Gebühren für die Batteriemiete.

VW E-Up, Reichweite: 160 km
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Wer ein stadttaugliches Elektroauto fahren will, aber zwei Sitze mehr braucht als im Smart, der kann sich bei VW umschauen. Der E-Up bietet mehr Platz, etwas mehr Leistung und eine höhere Reichweite als der Elektro-Smart, ist aber immer noch wendig und nicht zu groß für die Parkplatzsuche. Das Manko: Mit 26.900 Euro ist er auch ein gutes Stück teurer. Dennoch schafft der 82 PS starke Wagen es in der Hitliste der beliebtesten Elektroautos Deutschlands auf Platz 2.

BMW i3, Reichweite: 190 km
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BMW ist mit dem i3 einen mutigen Schritt gegangen: Die Münchner haben nicht nur ein futuristisches Design gewagt, sondern auch gleich eine Kohlefaser-Karosserie in Serie gebracht. Alle anderen Elektroautos auf dem Markt basieren auf mehr oder weniger mutig gezeichneten Stahl- und/oder Alu-Karosserien. Deutlich über 2.000 Stück des 170 PS starken i3 sind bereits auf deutschen Straßen unterwegs. Dabei fällt er stärker auf als andere Elektroautos, denn sein extrovertiertes Design polarisiert. In der Preisliste steht der i3 ab 34.950 Euro.

Nissan Leaf, Reichweite: 199 km
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Weltweit ist der Leaf mit über 160.000 verkauften Autos das erfolgreichste E-Mobil auf dem Markt. 2014 waren 26 Prozent aller europaweit neu zugelassenen Pkw mit reinem E-Antrieb Nissan Leafs. Sein Erfolgsgeheimnis: Er war das erste speziell auf den Elektroantrieb hin entwickelte Auto. Das erklärt zum Beispiel auch die ungewöhnliche Form der Scheinwerfer: Sie sollen die Luft um die Außenspiegel herum leiten – bei einem leisen Elektroauto würden sonst unangenehme Windgeräusche an den Spiegeln entstehen. Nissan bietet den Leaf ab 23.790 Euro an, dann muss allerdings die Batterie gegen monatliche Kosten extra geleast werden. Mit Kaufoption auf den Akku ist der 109 PS starke Leaf deutlich teurer.

Volkswagen E-Golf, Reichweite: 190 km
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VW hat lange gezögert, bietet den Golf aber inzwischen auch als Elektro-Version an. Abgesehen von dem ungewöhnlichen LED-Tagfahrlicht in der Stoßstange kommt der 116 PS starke Alternative wie alle anderen Golfs sehr unauffällig daher. Mit einem Preis von 34.900 Euro liegt er auf dem Niveau eines BMW i3 – bietet dafür mehr Platz, eine ähnliche Reichweite, aber weniger Fahrleistungen. Und eben ein deutlich massentauglicheres Design. Was dem ein oder anderen Kunden nicht unrecht sein dürfte.

Renault Zoë, Reichweite: 210 km
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Der Zoë von Renault gehört zu den Schnellladern, was den E-Auto-Fahrer freut. Er unterstützt zwar den "superschnellen Gleichstromstandard" nicht, dafür aber 43kW Wechselstrom. Dieser Lader funktioniert auch an 22kW Ladestationen, dank Adapter kann Zoe mittlerweile auch an einer Schuko-Steckdose geladen werden, was Renault nicht von Anfang an angeboten hatte. In Frankreich ist der 120 PS stare Kompakte das meistverkaufte Elektroauto, hierzulande läuft es mit über 1.700 Einheiten auch ganz gut. Er bietet ähnlich viel Platz wie ein i3, hat aber mehr Reichweite und ist günstiger: Renault verlangt 21.700 Euro plus monatliche Gebühren für die Batterie.

Mitsubishi EV/Peugeot iOn/Citroën C-Zero; Reichweite: 150 km
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Die Basis für dieses Trio bildet der nur 67 PS starke Mitsubishi i-MiEV, der bereits 2009 auf den Markt gekommen ist. Die beiden französischen Ableger kamen später dazu. Inziwschen verkauft Mitsubishi den eigenwillig geformten Elektrowagen nur noch unter der Bezeichnung "EV". Peugeot und Citroën verlangen jeweils 25.883 Euro, der Mitsubishi ist mit 23.790 Euro etwas günstiger.

Angesichts des dichten Verkehrs und der hohen Luftbelastung sieht Daimler einen wachsenden Bedarf für emissionsfreie und geräuscharme Transporter.

Elektro-Nutzfahrzeuge werden nach Einschätzung Bernhards wohl niemals billiger sein als Lkw mit Diesel-Motoren. Doch ließen sich die höheren Kosten durch niedrigere Betriebskosten wett machen. Grund der höheren Preise sind die Kosten für Batterien. „Ein E-Lkw kostet heute noch immer ein Vielfaches, nicht mal nur das Doppelte eines Diesel-Lkw“, sagte Bernhard. Doch die Batteriekosten sollten in den kommenden Jahren dank technischer Weiterentwicklung rapide sinken, sodass Serienreife möglich werde.

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