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Lkw-Sparte Traton fürchtet Jahresverlust – Scania streicht 5000 Stellen

Die VW-Truck-Tochter rutscht tief in die Krise. Scania streicht Tausende Jobs, MAN muss dringend saniert werden. Auf den neuen Chef wartet eine schwere Aufgabe.
31.07.2020 Update: 31.07.2020 - 14:40 Uhr Kommentieren
Der Lkw-Hersteller aus München sorgt für die Verluste von Traton. Quelle: dpa
MAN unter Druck

Der Lkw-Hersteller aus München sorgt für die Verluste von Traton.

(Foto: dpa)

München „Das Virus hat weltweit brutale Auswirkungen“, sagte der neue Traton-Chef Matthias Gründler am Freitag in München. Erst Mitte Juli hatte Gründler Andreas Renschler an der Spitze von der VW-Truck-Tochter abgelöst, der nach Differenzen mit dem Aufsichtsrat gehen musste. Nun muss Gründler das Unternehmen durch die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten führen.

Um 37 Prozent ist der Absatz von MAN und Scania sowie der VW-Lastwagentochter in Brasilien im ersten Halbjahr eingebrochen. Mit 10,1 Milliarden Euro liegt der Umsatz um ein Viertel unter Vorjahr. Unter dem Strich steht ein operativer Verlust von 220 Millionen Euro. Vor einem Jahr schrieb die VW-Tochter noch einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Für den Rest des Jahres sieht Gründler zwar etwas bessere Geschäfte, einen Verlust könne er aber nicht ausschließen.

Traton hat – wie die gesamte Industrie – ab Ende März seine Produktion für mehrere Wochen eingestellt. Die Aufträge, die bereits schon vor Corona unter Druck waren, brachen ebenfalls massiv ein. Nun wird wieder produziert, doch mit einer Auslastung von 60 bis 65 Prozent ist eine kostendeckende Produktion kaum möglich. Wann der Markt wieder anziehen wird, ist offen. Im Moment sei die Lage schwer einschätzbar, hieß es bei Traton.

Traton ist seit 2019 börsennotiert, rund 90 Prozent der Anteile kontrolliert VW. Die Integration der beiden wichtigsten Töchter, MAN und Scania, ist bis heute nicht richtig vollzogen.

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    Scania kündigte am Freitag an, weltweit rund 5000 Stellen streichen. Um weiter profitabel zu bleiben und weil es noch eine lange Zeit dauern werde, bis die Nachfrage das Vor-Krisen-Niveau erreiche, müsse die Kostenstruktur des Unternehmens langfristig angepasst werden, teilte Firmenchef Henrik Henriksson mit.

    Während Scania aber immerhin noch profitabel arbeitet und im ersten Halbjahr trotz des Shutdowns Gewinne schrieb, rutschte MAN mit 640 Millionen Euro tief in die roten Zahlen.

    Als Konsequenz wollte bereits Gründlers Vorgänger Renschler und MAN-Chef Joachim Drees 6000 Stellen bei dem Münchener Lastwagenhersteller abbauen, rund ein Sechstel der Belegschaft. Neben einem massiven Abbau in der Münchener Zentrale stehen auch ganze Werke zur Diskussion, beispielsweise die Fertigung kleinerer Lkws im österreichischen Steyr. Selbst die Arbeitnehmervertreter sehen mittlerweile „dringenden Handlungsbedarf“ bei MAN.

    Man wolle die Situation analysieren, sagte Gründler. Auf Hilfe vom Markt sollten die MAN-Beschäftigten nicht hoffen. Nach den bayerischen Sommerferien werde der neue MAN-Chef Andreas Tostmann Gespräche mit den Arbeitnehmern aufnehmen, sagte Traton-Chef Gründler.

    Mehr: Personalwechsel bei Traton: Neue Köpfe für alte Probleme

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