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Lkw-Tochter von VW Traton-Chef Renschler hält an Expansionsplänen fest

Der Börsengang ist gestoppt. Doch VW-Lkw-Chef Andreas Renschler macht seiner Belegschaft Mut und will das Expansionstempo in den USA und Asien erhöhen.
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Der Chef der Lkw-Tochter Traton will die internationale Expansion vorantreiben und die Sparte in Zukunft auch an die Börse bringen. Quelle: Bloomberg
Andreas Renschler

Der Chef der Lkw-Tochter Traton will die internationale Expansion vorantreiben und die Sparte in Zukunft auch an die Börse bringen.

(Foto: Bloomberg)

MünchenAndreas Renschler ist eher ein gelassener Mensch. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Automobilindustrie, zunächst bei Daimler und nun bei Volkswagen. Als Chef der VW-Nutzfahrzeugsparte Traton (Scania, MAN, VW Bus) verfolgt er den Traum, den Geschäftsbereich mit einem Jahresumsatz von 26 Milliarden Euro an die Börse zu bringen.

Die Vorbereitungen für die Abspaltung von Volkswagen hatte die Mannschaft um Renschler abgeschlossen – wenige Tage vor dem Gang an den Kapitalmarkt blies der Vorstand des Mutterkonzerns den Plan jedoch vorläufig ab. Angeblich, weil das Marktumfeld zu volatil ist.

Seitdem sitzt der Frust in der Münchener Zentrale von Traton tief. In einem Brief an die Belegschaft versucht Renschler nun, die Stimmung zu heben. Eine Kernnachricht lautet: Traton werde nach dem abgesagten Börsengang an seiner Strategie festhalten.

„Wir sind als Unternehmen gewachsen, und wir stehen mitten in der Umsetzung unserer Strategie, mit der wir ein globaler Champion werden wollen“, schreibt Renschler. Der Brief liegt dem Handelsblatt vor. Traton äußerte sich nicht dazu.

Renschler verwies dabei auf den Einstieg bei dem amerikanischen Lkw-Hersteller Navistar und die Kooperation mit der japanischen Hino-Gruppe. Traton hatte damit über seine angestammten Märkte Europa und Lateinamerika hinaus expandiert.

Nach einem Börsengang wollte Renschler das Tempo erhöhen, um zum Weltmarktführer Daimler aufzuschließen. Geplant waren dem Vernehmen nach eine mehrheitliche Übernahme von Navistar sowie ein Ausbau des Geschäfts in China. Als eigenständiges Unternehmen hätte Traton sich dazu leichter Geld über den Kapitalmarkt holen können.

Auch wenn dieser Weg nun verschlossen ist, hält Renschler an seiner Expansionsstrategie fest. Er verwies in dem Mitarbeiterbrief auf ein Treffen mit Analysten und potenziellen Investoren. Die Resonanz sei positiv gewesen. Dies sei „ein Beweis, dass wir strategisch auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Renschler.

Den Börsengang hält er weiterhin für möglich. „Vergesst nicht: Es ist nur ein Nein für jetzt.“

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