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Logistik Staplerhersteller Kion baut eigene Batteriefabrik in Deutschland

In der Logistikbranche steigt die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien rasant. Der weltweit zweitgrößte Gabelstaplerproduzent Kion reagiert nun auf den Batterie-Boom.
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Kion plant eine eigene Fabrik für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland. Quelle: dpa
Kion

Kion plant eine eigene Fabrik für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Europas Marktführer im Bereich Staplerfahrzeuge, der Frankfurter Konzern Kion, will eine eigene Fabrik für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland aufbauen. Dafür hat der Intralogistik-Spezialist ein Joint Venture mit dem Karlsteiner Batteriehersteller BMZ Group gegründet. Beiden gehören je 50 Prozent des neuen Gemeinschaftsunternehmens. Das bestätigte ein Sprecher der BMZ-Group dem Handelsblatt.

Unter dem Namen Kion Battery Systems sollen schon im zweiten Quartal 2020 die ersten Batterien vom Band der geplanten Produktionsstätte auf dem BMZ-Gelände in Karlstein laufen. Die Zellen für die deutsche Batteriefabrik sollen jedoch aus Asien kommen.

Damit reagiert Kion auf die stark wachsende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Lösungen im Logistikbereich. Ladezeiten, Lebensdauer und Energieeffizienz der Lithium-Ionen-Batterien sind deutlich besser als bei den in Staplern bislang dominierenden Blei-Säure-Batterien.

Kion-Konkurrent Jungheinrich hatte erst im Februar ein ähnliches Projekt angekündigt. Gemeinsam mit der Triathlon Holding gründete das Hamburger Familienunternehmen unter dem Namen JT Energy Systems ein Joint Venture für die Produktion und Wiederaufarbeitung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen im sächsischen Glauchau. Der operative Start ist für August geplant. Jungheinrich ist die Nummer drei auf dem Weltmarkt hinter Toyota und Kion.

Kion, das zu 43 Prozent dem chinesischen Unternehmen Weichai gehört, verbuchte im vergangenen Jahr einen Umsatz von fast acht Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte hätte der Erlös um 7,5 Prozent zugelegt. Unter dem Strich stand mit 401,6 Millionen Euro zwar weniger Gewinn als vor einem Jahr mit 422,5 Millionen Euro – damals schlug aber auch die US-Steuerreform mit einem Sonderertrag von 92 Millionen Euro zu Buche.

Mehr: Das Geschäft brummt bei Jungheinrich, dem Vorreiter der E-Mobilität. Doch bei Lithium-Ionen-Batterien ist die Firma auf asiatische Lieferanten angewiesen.

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