LTS Lohmann Hopp-Investmentfirma will angeblich Pflasterhersteller verkaufen

Dievini, die Investmentfirma des SAP-Gründers Dietmar Hopp, lotet Insidern zufolge einen Verkauf des Medizinpflaster-Herstellers LTS Lohmann aus. Er sieht sich als der Erfinder des Nikotinpflasters. Dievini dementiert.
Update: 06.04.2017 - 20:29 Uhr Kommentieren
Seine Investmentfirma Dievini lotet Insidern zufolge einen Verkauf des Medizinpflaster-Herstellers LTS Lohmann aus. Quelle: dpa
Dietmar Hopp

Seine Investmentfirma Dievini lotet Insidern zufolge einen Verkauf des Medizinpflaster-Herstellers LTS Lohmann aus.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Medizinpflaster-Hersteller LTS Lohmann steht nur wenige Jahre nach der Komplettübernahme durch eine Beteiligungsgesellschaft des SAP-Gründers Dietmar Hopp wieder zum Verkauf. Hopps Investmentfirma Dievini habe damit begonnen, potenzielle Käufer anzusprechen, um deren Interesse an LTS auszuloten, sagten drei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Dievini-Manager Christof Hettich sagte Reuters, es gebe momentan keinen Verkaufsprozess, auch sei keine Bank mandatiert.

Die Beteiligungsgesellschaft, die zuvor schon an LTS beteiligt gewesen war, hatte erst 2014 die übrigen Anteile vom Schweizer Pharmakonzern Novartis und der Investmentfirma BWK erworben. Die Firma aus dem rheinland-pfälzischen Andernach war dabei mit insgesamt 1,2 Milliarden Euro bewertet worden.

Damals hatte sich der Spezialchemiekonzern Evonik für LTS Lohmann interessiert, exklusive Gesprächen über einen Kauf aber in letzter Sekunde wegen Differenzen über den Preis abgebrochen. Da sich Evonik zuletzt eher auf Zukäufe in der Spezialchemie konzentriert hat, ist es eher unwahrscheinlich, dass das Interesse an LTS wieder entflammen könnte.

Das sind die reichsten Deutschen
Platz 414: Theo Müller
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Seine Produkte finden sich in jedem Kühlregal: Theo Müller machte aus einer Dorfmolkerei einen Weltkonzern. „Forbes“ schätzt sein Vermögen auf 4,2 Milliarden Dollar. Damit schafft er es auf Platz 414 der reichsten Menschen der Welt.

Platz 402: Martin Viessmann
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Johann Viessmann gründete 1917 in Nordhessen den gleichnamigen Heizungsspezialisten. Sein Enkel Martin besitzt laut „Forbes“ ein Vermögen von 4,3 Milliarden Dollar.

Platz 402: Liz Mohn
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Die Familie Mohn baute Bertelsmann zu einem weltweiten Medienkonzern aus. Dazu gehören unter anderem RTL, Random House und Gruner+Jahr. Liz Mohn, Witwe von Reinhard Mohn, besitzt derzeit geschätzt 4,3 Milliarden Dollar.

Platz 385: Axel Oberwelland
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Von Knoppers bis Werther's Original: Viele der beliebtesten deutschen Süßwaren kommen von der August Storck KG. Mit Axel Oberwelland leitet heute ein Urenkel des Gründers das Unternehmen. Sein Vermögen beträgt 4,4 Milliarden Dollar.

Platz 385: Michael und Wolfgang Herz
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Die Familie Herz kontrolliert über ihre Holding Maxingvest zwei deutsche Großunternehmen: den Kaffeehändler Tchibo und den Nivea-Hersteller Beiersdorf. Die beiden Brüder Michael (im Bild) und Wolfgang werden von „Forbes“ auf jeweils 4,4 Milliarden Dollar taxiert.

Platz 367: Andreas von Bechtolsheim
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Der deutsche Informatiker war 1982 einer der Gründer von Sun Microsystems. Sein Vermögen von derzeit 4,5 Milliarden Dollar machte er aber mit einer frühen Investition in Google. Von Bechtolsheim lebt heute im Silicon Valley.

Platz 367: Karl-Heinz Kipp
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Der Deutsch-Schweizer gründete die Massa-Verbrauchermärkte, heute ein Teil des Metro-Konzerns. Dazu gehören ihm mehrere Hotels wie das Tschuggen Grand Hotel in Arosa (Bild), in dem er auch lebt. „Forbes“ schätzt sein Vermögen ebenfalls auf 4,5 Milliarden Dollar.

Der Medizinpflaster-Hersteller zieht unter anderem nun das Augenmerk von Finanzinvestoren auf sich. Insidern zufolge haben 2014 auch die französische Beteiligungsgesellschaft Wendel und die schwedische Nordic Capital für LTS geboten. Ob sie erneut den Hut in den Ring werden werfen ist unklar.

LTS sieht sich als der Erfinder des Nikotinpflasters. Mittlerweile können auch Wirkstoffe gegen Alzheimer, Parkinson oder das Restless-Legs-Syndrom durch ein Pflaster über die Haut verabreicht werden. Das Unternehmen steht im Wettbewerb mit der Pharmafirma Tesa Labtec von Beiersdorf, dem US-Mischkonzern 3M, der chinesischen Luye Pharma Group sowie dem bayerischen Spezialpharmaunternehmen AMW. Den Insidern zufolge hofft Hopp auch auf Interesse von diesen Firmen an LTS.

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