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Luft- und Raumfahrt Deutschland steigt mit 1,3 Milliarden Euro bei EADS ein

Die Suche nach einem neuen Investor für den Flugzeugbauer EADS ist gescheitert. Die Hälfte der Daimler-Anteile gehen nun nicht nach Katar, sondern werden bei der Staatsbank KfW geparkt - in Stuttgart klingelt die Kasse.
09.11.2011 Update: 09.11.2011 - 17:14 Uhr 4 Kommentare
Deutschland will über die Staatsbank KfW beim Airbus-Mutterkonzern EADS einsteigen. Quelle: Reuters

Deutschland will über die Staatsbank KfW beim Airbus-Mutterkonzern EADS einsteigen.

(Foto: Reuters)

Berlin/Frankfurt Die Bundesregierung hatte lange nach einem privaten Investor gesucht - letztlich ohne Erfolg. Nun will der deutsche Staat über die Frankfurter Staatsbank KfW von Daimler die Hälfte von dessen Anteilen am europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS übernehmen. Daimler hält 15 Prozent der Aktien und 22,5 Prozent der Stimmrechte an dem Airbus-Mutterkonzern und strebt seit längerem einen Verkauf von Anteilen an, weil das Engagement nicht mehr zur Strategie des Autobauers passt.

Der Einstieg könnte nach Angaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro kosten - für Daimler kein schlechtes Geschäft. Aus rechtlichen Gründen wird der Deal voraussichtlich erst nach dem 30. Juni 2012 vollzogen werden. Der genaue Kaufpreis sei noch nicht verhandelt worden. Die KfW solle nicht dauerhaft Aktionärin bleiben. Die Bundesregierung will mit diesem Modell die deutsch-französische Machtbalance beim Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS und die Interessen der deutschen Standorte mit zehntausenden Beschäftigten sichern.

Damit ist das Tauziehen um die Zukunft des Konzerns vorerst beendet. Die FDP habe ihren Widerstand gegen einen direkten Staatseinstieg aufgegeben, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Politiker und Banker am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Grund sei, dass sich kein privater Investor gefunden habe, der den vom Autobauer Daimler zum Verkauf gestellten EADS-Anteil übernehmen wolle. Am Mittwoch büßten die EADS-Aktien knapp fünf Prozent ein.

Auch ein alternativ geprüfter Einstieg des Staatsfonds des Emirats Katar ist damit zunächst vom Tisch. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte sich wiederholt gegen einen Einstieg des Staates ausgesprochen, aber mit dem Staatsfonds des arabischen Wüstenstaats über eine Beteiligung an EADS verhandelt. EADS ist wegen der Verteidigungssparte und des Flugzeugbaus ein hochpolitisches Unternehmen. Eine direkte Beteiligung Katars mit Stimmrecht ist aber wohl weder für Berlin noch Paris tragbar. In Regierungskreisen wurde betont, der Einstieg eines ausländischen Staatsfonds sei "industriepolitisch schwer vermittelbar".

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    4 Kommentare zu "Luft- und Raumfahrt: Deutschland steigt mit 1,3 Milliarden Euro bei EADS ein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ...."Grund sei, dass sich kein privater Investor gefunden habe,"... ==> dann war es wohl für einen privaten, deutschen Investor wirtschaftlich nicht interessant genug?

    • Vielleicht, viel Wirtschaftserfahrung wird da ja nicht gebraucht, oder? Kontakte aber! Muss ja nach 2013 noch a bisl "arbeiten".
      Als Arzt wird er ja auch nicht mehr arbeiten können, da braucht es Vertrauen ...

    • Herr Rösler muß auch an seine nahe Zukunft denken - vielleicht mit einem Beratervertrag mit Daimler.

    • Na, da haben wir mal für 2012 nicht geplante Ausgaben von 1.300.000.000 Euro. Supi, Herr Rösler! Kein Käufer gefunden, dann kaufen wir es eben selbst. Daimler wird es freuen. Sind denn da nicht noch paar Subventionen drin, Daimler hat ja 2010 nur 7.300.000.000 Euro Gewinn gemacht, und ganz so schlecht läuft es 2011 auch nicht.
      Und, auf welche Kürzungen darf sich denn das deutsche Volk einstellen?
      Auch ja, die Telekom und die Bahn kann ja noch versilbert werden.
      Bloß gut, dass wir nicht alles erfahren ...

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