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Luftbetankung Airbus kooperiert im Kampf um US-Militäraufträge mit Rüstungskonzern Lockheed

Mit vereinten Kräften wollen sich Airbus und Lockheed Martin für lukrative Betankungsaufträge bei der US-Luftwaffe ins Gespräch bringen.
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Für das Tankflugzeug liegen bereits Bestellungen aus zwölf Ländern vor. Quelle: dpa
Airbus A330 MRTT

Für das Tankflugzeug liegen bereits Bestellungen aus zwölf Ländern vor.

(Foto: dpa)

Berlin Airbus und der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin bündeln im Kampf um lukrative Aufträge der US-Luftwaffe ihre Kräfte. Die beiden Unternehmen unterzeichneten dazu in Madrid eine Vereinbarung, „um gemeinsam Möglichkeiten auszuloten, wie sie den wachsenden Bedarf für Luftbetankung bei Rüstungskunden in den USA decken könnten“, wie es in einer Erklärung vom Dienstag hieß.

Dabei soll das Airbus-Tankflugzeug MRTT (Multi Role Tanker Transport) eingesetzt werden, das auf dem Airbus A330 basiert und für das bereits Bestellungen aus zwölf Ländern vorliegen, darunter Australien, Großbritannien und Südkorea.

Airbus und Lockheed reagieren damit auf die wachsende Unzufriedenheit der U.S. Air Force mit dem Airbus-Rivalen Boeing. Dieser hatte 2011 den Zuschlag für die Lieferung von 179 Tankflugzeugen auf Basis der Boeing 767 erhalten – für 49 Milliarden Dollar – und damit Airbus aus dem Feld geschlagen.

Doch die Auslieferungen haben sich immer wieder verzögert, Boeing hat schon mehrere Fristen verpasst. Inzwischen sind in dem Programm drei Milliarden Dollar Kosten aufgelaufen, die nicht eingeplant waren.

Analysten vermuten, dass Boeing die Entwicklungskosten bewusst zu niedrig angesetzt hat, um gegen Airbus zu gewinnen. Doch die Verluste seien höher als gedacht.

„Die US-Luftwaffe verdient die beste Luftbetankungs-Technik und -Praxis, die es unter der Sonne gibt, und dieses großartige Team - Lockheed Martin und Airbus – werden genau das anbieten“, sagte der scheidende Airbus-Chef Tom Enders. Wie die Kooperation genau aussehen solle, sei offen.

Möglich seien Lösungen, um den kurzfristigen Bedarf der Amerikaner zu decken, zum Beispiel indem man die Luftbetankung als Dienstleistung anbiete, bis hin zur Entwicklung der nächsten Generation von Tankflugzeugen.

Airbus und Lockheed haben bereits in der Vergangenheit eine Zusammenarbeit ausgelotet. So planten sie 1997 ein gemeinsames Langstreckenflugzeug. Doch die meisten Projekte sind im Sande verlaufen. In Deutschland buhlen sie derzeit gegeneinander um den Nachfolger der „Tornado“-Kampfflugzeug-Flotte der Bundeswehr.

  • rtr
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