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Luftfahrt Airbus kündigt Preiskampf gegen neuen Boeing-Jet an

Den Boeing-Angriff auf die Mittelstrecke will Airbus notfalls mit einem Preiskampf abwehren. Die Programme hätten mittlerweile die nötige Marktreife.
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Die Airbus-Programme seien mittlerweile so ausgereift, dass Preisflexibilität gegeben ist, betont Verkaufschef Christian Scherer. Quelle: dapd
Bau eines Airbus A320

Die Airbus-Programme seien mittlerweile so ausgereift, dass Preisflexibilität gegeben ist, betont Verkaufschef Christian Scherer.

(Foto: dapd)

ToulouseDer neue Airbus-Verkaufschef Christian Scherer schließt einen Preiskampf mit dem Erzrivalen Boeing nicht aus. Der europäische Flugzeugbauer setzt gegen den erwarteten, in der Mitte des Marktes angesiedelten neuen Boeing-Flugzeugtyp auf seine bestehenden Modelle A330neo und A321neo, wie Scherer am Dienstag in Toulouse sagte.

„Diese Programme sind so ausgereift, dass sie Airbus Preisflexibilität geben, um dieses mittlere Marktsegment anzugehen.“ Scherer sprach im Boxer-Jargon von einer „Links-Rechts-Kombination“, mit der Airbus Boeing in die Zange nehmen wolle.

Der US-Konkurrent prüft derzeit, ob er ein neues Flugzeug mit 220 bis 270 Sitzen auf den Markt bringt, das zwischen der eigenen Boeing 737 und der 787 angesiedelt ist und damit auch zwischen der A320-Familie und dem A330 liegt. Airbus hatte die beiden Modelle kürzlich mit neuen, sparsameren Triebwerken ausgestattet.

Das geplante Boeing-Flugzeug soll erklärtermaßen „deutlich effizienter“ sein als die Airbus-Maschinen. Die Frage ist aber, wie viel die Fluggesellschaften dafür zu zahlen bereit sind.

Scherer erwartet nicht, dass die Flugzeugindustrie am Ende ihres seit rund zehn Jahren anhaltenden Höhenflugs ist und vor einem Abschwung steht. „Der Markt bleibt ziemlich positiv“, sagte er. Anders als früher sei die Branche weniger abhängig von Konjunkturzyklen. Die Vereinigung der Fluggesellschaften, IATA, hatte kürzlich wegen der wachsenden Handelsstreitigkeiten und steigender Kosten vor sinkenden Gewinnen in diesem Jahr gewarnt.

Mehr: Welches große Ziel Airbus-Chef Tom Enders verfehlt hat, lesen Sie hier.

  • rtr
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