Luftfahrtmesse bei Moskau Russland hofft auf Milliardendeals mit Golfstaaten

Mit seiner Leistungsschau bei Moskau will Russland zeigen, dass die Sanktionen des Westens nicht wirken. Nach Verträgen im Wert von 19 Milliarden Euro 2013 will Moskau auch diesmal große Waffendeals perfekt machen.
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Die russische Rüstungsindustrie hofft auf milliardenschwere Verträge bei der Luftfahrtmesse MAKS. Quelle: dpa
Kampfjet Mig-29

Die russische Rüstungsindustrie hofft auf milliardenschwere Verträge bei der Luftfahrtmesse MAKS.

(Foto: dpa)

MoskauMartialisch werden das russische Jagdflugzeug SU-27 und der aufgemotzte ursprünglich sowjetische Kampfflieger MiG-29 SMT in Szene gesetzt. In Zeiten der schwersten Krise mit dem Westen seit dem Ende des Kalten Krieges zeigt Russland bei der Luft- und Raumfahrtmesse MAKS vor den Toren Moskaus Muskeln. Mit der militärischen Leistungsschau will Russland eine klare Botschaft an den Westen richten: „Die Sanktionen schaden Moskau nicht.“ Die Strafmaßnahmen wegen der Ukraine-Krise werfen dennoch einen Schatten auf die russische Schwerindustrie.

Geradezu plakativ verweist die russische Führung darauf, dass die MAKS-2015 (25. bis 30. August) trotz der harten Wirtschaftssanktionen die letzte Messe vor zwei Jahren in den Schatten stellen soll. Industrieminister Denis Manturow erwartet von diesem Dienstag an Vertreter von 150 ausländischen Unternehmen aus 23 Staaten sowie fast 600 russische Firmen auf dem Flugfeld in Schukowski bei Moskau.

Zwar kommen trotz der Sanktionen auch westliche Gäste, doch die Stimmung ist verhalten. „Wir haben alle eingeladen, aber angesichts der bekannten Umstände ist die Zahl der Teilnehmer (aus dem Westen) gesunken“, sagt Dmitri Schugajew vom Rüstungskonzern Rostec.

Neben Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und den USA erwartet Russland vor allem Aussteller aus Asien - mit China an der Spitze. Verdreifacht habe sich die Zahl der chinesischen Vertreter, berichtet die Staatsagentur Tass. Auf der Webseite der Luftfahrtmesse nennen die Veranstalter insgesamt 11 Gäste aus dem Reich der Mitte – aus Deutschland werden 15 Unternehmen angekündigt.

Seit Beginn der Ukraine-Krise wirbt Russland offen um Partner im Osten. Mit der Wirtschafts- und Atommacht China möchte Kremlchef Wladimir Putin eine enge Handels- und Militärpartnerschaft eingehen und damit die internationale Dominanz der USA brechen.

Allein der chinesische Boom in Russland ist bislang ausgeblieben. Im Gegenteil seien die Investitionen aus China seit Jahresbeginn um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, berichten russische Staatsmedien. Grund ist demnach die massive Rubelschwäche. Die russische Währung befindet sich seit Monaten im Sinkflug im Vergleich zum Dollar und Euro. In den vergangenen Wochen fiel der Wechselkurs fast täglich auf ein neues Halbjahrestief.

Suchoi-Superjet als Hoffnungsträger
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