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Luxusautos Rolls Royce befürchtet chaotischen Brexit und zieht Produktionspause vor

Um den Folgen eines harten Brexits vorzubeugen, zieht Rolls Royce die jährliche Produktionspause vor. Die Marke will aber Großbritannien treu bleib.
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Die Luxusmarke hat 2018 eine neue Version ihres Spitzenmodells „Phantom“ auf den Markt gebracht. Quelle: Reuters
Rolls Royce

Die Luxusmarke hat 2018 eine neue Version ihres Spitzenmodells „Phantom“ auf den Markt gebracht.

(Foto: Reuters)

London Der britische Luxusauto-Hersteller Rolls Royce wird seine jährliche Produktionspause vorziehen, um auf einen chaotischen Brexit vorbereitet zu sein. Das Werk in Goodwood in der Grafschaft West Sussex schließe statt normalerweise im Sommer dieses Jahr in den ersten beiden Aprilwochen, erklärte Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA am Donnerstag.

Für den 29. März ist Großbritanniens Austritt aus der EU geplant. Kommt vorher kein ordnendes Abkommen zustande, fürchten Unternehmen Chaos auf den Märkten und in der Folge wirtschaftliche Schäden. Rolls-Royce ist eine BMW-Tochter. Der Münchner Autobauer hat früheren Angaben zufolge rund 8000 Beschäftigte im Vereinigten Königreich.

Müller-Ötvös rief die Regierung in London auf, einen „harten“ Brexit zu verhindern: Jede Störung in der Logistik würde sich auf die Produktion auswirken. Die Produktionspause direkt im Brexit-Anschluss gebe den Herstellern die Chance, auf die Folgen des möglicherweise holprigen Austritts reagieren zu können, sagte Müller-Ötvös weiter.

Des weiteren rüste sich das Unternehmen mit erweiterter Lagerfläche, IT-Investitionen und aufgestockten Ersatzteil-Vorräten für alle Eventualitäten. Müller-Ötvös schloss gleichsam aus, dass Rolls-Royce auswandert: „Wir sind Großbritannien verpflichtet. Rolls-Royce ist Teil dessen, was ich als „Kronjuwelen“ der britischen Industrie bezeichnen würde.“

Die Luxusmarke, die 2018 eine neue Version ihres Spitzenmodells „Phantom“ auf den Markt brachte, hat am Donnerstag einen Anstieg von 22 Prozent beim Verkauf im Vergleich zum Vorjahr vermeldet. Größter Markt für die Fahrzeuge bleiben die USA.

  • dpa
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