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Luxusgetränk Die Schampus-Krise

Ein Empfang ohne Champagner? Vor einem Jahr noch war das in Paris undenkbar – heute ist es an der Tagesordnung. In der französischen Hauptstadt wird weniger Champagner getrunken und verkauft. Die Verbraucher freut's.
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Champagnerflaschen in einem Berliner Restaurant. Quelle: dpa

Champagnerflaschen in einem Berliner Restaurant.

(Foto: dpa)

Paris Die Wirtschafts- und Schuldenkrise hat damit ein Luxusprodukt erfasst, das bis vor einiger Zeit noch als wertsicher galt. Doch die Champagnerpreise sind im freien Fall. Einige Hersteller bieten ihr prickelndes Erzeugnis sogar unter den Produktionskosten an. Die Ursache ist die schwache Nachfrage in Frankreich und Europa.

Die Verbraucher allerdings dürften sich freuen, Champagner wird es zu Weihnachten und Silvester so günstig geben wie kaum je zuvor. Weil die Nachfrage zurückgegangen ist, gibt es den Edeltrunk in den meisten großen Supermärkten in Frankreich derzeit mit Preisabschlägen bis zu 30 Prozent.

„Der Champagner, der letztes Jahr noch 13 Euro kostete, ist heute für zehn Euro zu haben“, sagte Sébastien Robert, Champagnereinkäufer für die Supermarktkette Leclerc. Teilweise war im September die Flasche schon für unter sechs Euro zu haben. Laut dem Branchenverband Comité interprofessionel du vin de Champagne (CIVC) ist es aber unmöglich, eine Flasche für weniger als sechs Euro herzustellen.

Die Champagnerproduzenten leiden besonders unter dem schwachen französischen Markt, der immer noch über 50 Prozent des Absatzvolumens ausmacht. Ende August waren die Auslieferungen hier im Jahresvergleich um 4,4 Prozent zurückgegangen. Europaweit ist ein Absatzrückgang von 3,8 Prozent zu verzeichnen. Der restliche Export weist ein leichtes Plus von 0,5 Prozent auf.

Starker Umsatzrückgang im ersten Halbjahr
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