Luxuslimousine Phaeton VW lässt Produktion in Dresden Ende März auslaufen

Im kommenden Jahr wird die Produktion der VW-Luxuslimousine Phaeton eingestellt. Betroffene Mitarbeiter werden übergangsweise im Zwickauer Werk eingesetzt. Das geht zu Lasten von rund 600 Leiharbeitern.
Neues Leben für die Gläserne Manufaktur
Erster E-Golf aus Dresden
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Nach Monaten des Stillstands hersscht wieder Bewegung in die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden: Von den Fließbändern aus Holz, auf denen einst der Luxuswagen Phaeton durch die Hallen schwebte, rollt seit Montag der neue E-Golf vom Band.

35 Autos pro Tag
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Mit der Entscheidung des Konzerns wird Dresden - neben Wolfsburg - zum zweiten Produktionsstandort für den neuen E-Golf. 35 Autos pro Tag sollen zunächst montiert werden. Wie sich die Stückzahl weiter entwickelt, hängt von der Nachfrage ab. Ausgelegt ist die Manufaktur für bis zu 100 Fahrzeuge am Tag.

Arbeiter kehren zurück
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Gefahren wird die Manufaktur zunächst im Ein-Schicht-Betrieb. Damit kehrt ein Teil der Beschäftigten, die nach dem Phaeton-Aus auf andere VW-Standorte verteilt wurden, nach Dresden zurück.

Gläserne Manufaktur in Dresden
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Die Gläserne Manufaktur ist der ganze Stolz von Volkswagen. Fast 190 Millionen Euro hatte der Konzern einst Ende der 1990er-Jahre investiert. Eine neue Form des Automobilbaus sollte entstehen. In Zentrumsnähe ganz bei den Sehenswürdigkeiten von Dresden, zudem im Gegensatz zu den anderen, mittlerweile gut 120 Werken des Konzerns, ohne Zaun und Zugangssperre.

Schritt in die Luxusklasse
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Direkt im „Großen Garten“, Dresdens Prachtpark, erhebt sich die Manufaktur seither wie eine moderne Burg – umgeben von Wassergraben und Brücke.

Ferdinand Piëch
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Mit dem edlen Produktionsstandort sollte der Schritt von VW in die automobile Luxusklasse nach außen jedem klar werden. So beschrieb es Ferdinand Piëch, abgetretener Patriarch und einst Oberverantwortlicher für das Projekt, in seiner „Auto. Biographie“ im Jahr 2002.

VW Phaeton
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Die VW-Manufaktur wurde für die Produktion des VW Phaeton errichtet. 2002 begann die Serienproduktion der Luxuslimousine mit zuerst 20 Wagen täglich. Bei voller Auslastung sollten 800 Mitarbeiter täglich 150 Nobelkarossen montieren.

Dresden/FrankfurtVW will die Produktion der Luxuslimousine Phaeton in Dresden Ende März 2016 einstellen. Dies sei den rund 500 Mitarbeitern der Gläsernen Manufaktur am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung mitgeteilt worden, sagte ein Firmensprecher. „Die Manufaktur wird aber mitnichten geschlossen“, betonte er. Vielmehr werde sie für die Produktion des elektrischen Nachfolgemodells umgebaut, das erst in einigen Jahren auf den Markt kommen soll.

Während der Umbauphase werde die Produktion ruhen und die Betroffenen im VW-Werk Zwickau eingesetzt, teilte der Gesamtbetriebsrat von Volkswagen Sachsen am Mittwoch mit. Das geht zu Lasten von rund 600 Leiharbeitern in Zwickau, deren Verträge auslaufen sollen. Nach den Vorstellungen des Porsche-Gesamtbetriebsrats sollen befristet Beschäftigte von Volkswagen Sachsen eine Perspektive bei der VW-Tochter Porsche an den Standorten Leipzig und Zuffenhausen bekommen

„Wir erwarten vom Unternehmen, dass die Kolleginnen und Kollegen aus der Fertigung der Gläsernen Manufaktur in der Übergangszeit, in der sie nach Zwickau pendeln müssen, sachgerecht unterstützt werden“, sagte Jens Rothe, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Volkswagen Sachsen.

Die nicht an der Produktion beteiligten Beschäftigen, beispielsweise im Vertrieb, sollen ihre Aufgaben weiterhin in Dresden erfüllen.

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  • dpa
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