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Luxusmarke Porsche-Beteiligung Rimac soll an Bugatti interessiert sein

Der kroatische Automobilhersteller Rimac soll an einer Bugatti-Übernahme interessiert sein. An Rimac wiederum ist die Porsche AG und damit der Volkswagen-Konzern beteiligt.
17.09.2020 - 15:02 Uhr Kommentieren
Die Corona-Pandemie hat das Luxusgüter-Geschäft nicht so stark erfasst wie den Massenkonsum, wenngleich es auch hier Nachfragerückgänge gab. Quelle: dpa
Bugatti beim Genfer Autosalon 2019

Die Corona-Pandemie hat das Luxusgüter-Geschäft nicht so stark erfasst wie den Massenkonsum, wenngleich es auch hier Nachfragerückgänge gab.

(Foto: dpa)

Wolfsburg, Molsheim, Düsseldorf Für die Sportwagen-Luxusmarke Bugatti soll es im Volkswagen-Konzern einem Bericht zufolge Verkaufspläne geben. Das französische Unternehmen bestätigte die Darstellung einer entsprechenden Meldung im britischen „Car Magazine“ am Donnerstag allerdings nicht. „Wir äußern uns nicht zu Spekulationen über die Zukunft der Marke“, hieß es am Firmensitz in Molsheim bei Straßburg.

Ähnliches war aus der VW-Zentrale zu hören. Zu einem möglichen Abstoßen anderer Nobeltöchter wie Bentley und Lamborghini oder des Motorradherstellers Ducati hatte es ebenfalls schon Gerüchte gegeben. Nun soll das kroatische Unternehmen Rimac Interesse an Bugatti haben.

Die Firma Rimac wurde 2009 von Mate Rimac gegründet und stellt elektrische Supersportwagen her. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hatte im Juni 2018 zehn Prozent an Rimac übernommen und im vergangenen Jahr die Beteiligung auf 15,5 Prozent aufgestockt. Eine Übernahme durch Rimac würde eine Neuordnung des Luxussportwagensegments innerhalb des VW-Konzerns bedeuten.

Bugatti erklärte, man konzentriere sich aufs Tagesgeschäft – und aus derzeitiger Sicht gebe es keinen Grund, weshalb die Marke mit ihren bis zu 1500 PS leistenden, sehr teuren Sportwagen den Besitzer wechseln sollte. Zuletzt habe man positive Ergebnisbeiträge im Konzern abgeliefert, 2019 seien 82 Modelle verkauft worden.

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    Nähere Einzelheiten zu ihren Finanzdaten nennt die Firma nicht. Auch im laufenden Jahr komme Bugatti vergleichsweise gut durch die Krise. Die Corona-Pandemie hat das Luxusgüter-Geschäft nicht so stark erfasst wie den Massenkonsum, wenngleich es auch hier Nachfragerückgänge gab.

    VW erwägt Einstieg in Autovermietung

    Trotz zwischenzeitlicher Produktionsausfälle sei 2020 noch einmal ein verbessertes Ergebnis bei Bugatti absehbar, hieß es. Überlegungen zu einer weiteren Verschlankung des VW-Konzerns gibt es dennoch bereits länger.

    Vorstandschef Herbert Diess sagte 2018, Ausgliederungen seien „denkbar“ – jedoch ebenso Erweiterungen. Aktuell soll VW etwa einen Wiedereinstieg in die Autovermietung erwägen, womöglich bei Europcar oder Sixt. Auch dafür gibt es bisher keine Bestätigung.

    Im Rahmen einer Strukturreform waren die Luxusmarken Bugatti, Bentley und Porsche im größten Autokonzern der Welt in die Untergruppe „Super Premium“ eingegliedert worden. Die „Premium“-Gruppe bilden Audi sowie die über die Ingolstädter Tochter gehaltenen italienischen Hersteller Lamborghini und Ducati.

    Die wichtigste Gruppe „Volumen“ umfasst die Kernmarke VW, Skoda, Seat und die leichten VW-Nutzfahrzeuge. Die Lkw- und Busbauer MAN und Scania sind in der Traton-Holding organisiert. Das Geschäft mit Spezialgetrieben stößt der Volkswagen-Konzern ab.

    Mehr: Dieselskandal: US-Kontrolleur hat Volkswagen fast 700 Millionen Euro gekostet

    • dpa
    • anm
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