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Luxusmode-Hersteller Die Luft für Escada wird dünner

Escada kommt dem Abgrund immer näher: Der angeschlagene Luxusmode-Hersteller hat für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres tiefrote Zahlen veröffentlicht. Die Aktie reagiert entsprechend und rutscht deutlich ab.
Bei Escada sind die Zahlen alles andere als schön.

Bei Escada sind die Zahlen alles andere als schön.

HB MÜNCHEN. Der Konzern aus Aschheim bei München weitete im ersten Geschäftshalbjahr 2008/09 seinen Verlust aus auf 91,7 Mio. Euro von acht Mio. vor einem Jahr, wie Escada am Montag mitteilte. Hauptgrund dafür waren Abschreibungen von 55 Mio. Euro im Zuge des Verkaufs der Problemtochter Primera mit Marken wie Laurel. Auch operativ gab es Einbußen: Der Umsatz fiel um knapp ein Viertel auf 151 Mio. Euro. An der Börse rutschten Escada-Aktien um zeitweise mehr als fünf Prozent ab.

Wie gefährlich die Lage ist, lässt sich daran erkennen, dass das Eigenkapital mittlerweile mit 17 Mio. Euro negativ ist. Es fiel im ersten Halbjahr (per Ende April) wegen der neuerlichen Verluste allein um mehr als 88 Mio. Euro. Der Kapitalfluss war im Halbjahr ebenfalls negativ. Die Nettoverschuldung erhöhte sich um zehn Mio. Euro auf 187,6 Millionen.

Das neue Management bemüht sich händeringend um eine Rettung von Escada. Zahlreiche Töchter wurden bereits verkauft, zudem Immobilien. Die geplante Kapitalerhöhung von 30 Mio. Euro soll noch im Juli über die Bühne gehen, Gespräche mit Banken über neue und bestehende Kredite erfolgreich abgeschlossen werden.

Knackpunkt aber wird der Beitrag der Gläubiger. Diese haben eine Unternehmensanleihe über 200 Mio. Euro gezeichnet, die 2012 zur Rückzahlung fällig wird. Escada will, dass die Investoren auf einen „signifikanten Anteil“ ihrer Gelder verzichten. In den nächsten Wochen dürfte sich zeigen, ob dies gelingt. Nur wenn alle Maßnahmen parallel greifen, könne die Insolvenz noch abgewendet werden, bekräftigte der Vorstand.

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