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Made in Germany Nachfrage nach deutschen Maschinen flaut ab

Während die Geschäfte mit Maschinen „Made in Germany“ auf dem Heimatmarkt stagnieren, sanken die Bestellungen aus dem Ausland sogar um 14 Prozent. Seit Sommer 2011 ebbt die Auftragsflut bei den Maschinenbauern ab.
02.02.2012 Update: 02.02.2012 - 13:04 Uhr Kommentieren
Die Gildemeister AG stellt in Bielefeld Werkzeugmaschinen her - hier kontrolliert ein Mitarbeiter ein Werkzeugscheibenmagazin. Quelle: dpa

Die Gildemeister AG stellt in Bielefeld Werkzeugmaschinen her - hier kontrolliert ein Mitarbeiter ein Werkzeugscheibenmagazin.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die nachlassende Dynamik der Weltkonjunktur hinterlässt Bremsspuren in den Auftragsbüchern des deutschen Maschinenbaus. Nach zuvor fast zwei Jahren kräftigen Wachstums gingen bei den Betrieben im Dezember 2011 zum zweiten Mal in Folge weniger Bestellungen ein als im Vorjahr, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt berichtete.

Demnach lag der Ordereingang real zehn Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Schon im November hatte die Branche ein Minus von 12 Prozent im Jahresvergleich gemeldet. Während das Inlandsgeschäft im Dezember stagnierte, sank das Auslandsgeschäft um 14 Prozent - dabei entwickelte sich das Geschäft mit den Euroländern im Gleichschritt mit dem Ausland insgesamt.

„Das Dezemberergebnis ist kein Desaster, wir sehen nur eine konjunkturelle Beruhigung“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Eine Tendenz für die kommenden Monate lasse sich aus den Zahlen nicht herauslesen: „Das Geschäft ist sehr volatil. Es kann schon im nächsten Monat wieder ein Plus geben.“ Der VDMA hält vorerst an seiner Prognose fest, wonach die Produktion der Schlüsselindustrie 2011 um 14 Prozent anzog und im laufenden Jahr um 4 Prozent wachsen wird. Eine baldige Anpassung der Vorhersage schloss Wortmann aber nicht aus.

VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers beschwichtigte, der Rückgang im Dezember lasse sich sehr gut mit dem Basiseffekt erklären: „Wir hatten im Dezember 2010 einen sehr auftragsstarken Monat.“ Außerdem sei der Dezember traditionell extrem schwankungsanfällig und daher nur bedingt aussagekräftig.

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    Insgesamt habe sich die Schlüsselindustrie sehr gut entwickelt: „2011 war ein erfolgreiches Jahr für den Maschinenbau.“ Bei den Ordereingängen ergebe sich im Gesamtjahr ein Zuwachs von zehn Prozent. Das Inlandsgeschäft verbuchte ein Plus von 13 Prozent, im Ausland lagen die Bestellungen 9 Prozent über Vorjahr, sagte Wiechers: „Im Jahresverlauf sehen wir die Abschwächung. Gleichwohl ist ein zweistelliger Zuwachs wirklich bemerkenswert.“ Dank des guten Geschäftsverlaufs schaffte die Branche auch neue Jobs: Bis einschließlich November stellten die größtenteils mittelständischen Unternehmen 36 000 Mitarbeiter ein. Die Zahl der Beschäftigten stieg auf 949 000.

    Auch wenn der Schwung zuletzt nachließ: Die exportorientierten deutschen Maschinen- und Anlagenbauer konnten ihre Ausfuhren in den ersten elf Monaten 2011 in alle großen Märkte zweistellig steigern. Nach China wurden von Januar bis November 26 Prozent mehr Maschinen geliefert als im Vorjahreszeitraum und in die USA 22 Prozent mehr. Die Exporte in das drittgrößte Abnehmerland Frankreich zogen um 17 Prozent an, nach Russland um ein Drittel.

    • rtr
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