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MAN und Scania VW will bei vernetzten Lastwagen nicht mit Daimler kooperieren

Schon jetzt nutzen 365.000 Lkws das Vernetzungssystem von Daimler. Um die Technik als Standard für vernetzte Lastwagen zu etablieren, wollte der Autobauer die Plattform auch für andere Marken öffnen. Doch VW lehnt ab.
16.04.2016 - 12:02 Uhr
In der Branche gelten vernetzte Lastwagen als eine der wichtigsten Innovationen der vergangenen Jahre. Quelle: dpa
MAN und VW Nutzfahrzeuge

In der Branche gelten vernetzte Lastwagen als eine der wichtigsten Innovationen der vergangenen Jahre.

(Foto: dpa)

Wolfsburg Volkswagen will beim Zukunftsthema vernetzte Lastwagen nicht mit dem Konkurrenten Daimler zusammenarbeiten. „Wir arbeiten an einer Lösung zur Vernetzung, die nicht nur bei MAN zum Einsatz kommen soll, sondern bei allen Nutzfahrzeugen im VW-Konzern“, sagte der Chef der VW-Nutzfahrzeugsparte, Andreas Renschler, der Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“. „Dafür brauchen wir keine anderen Hersteller als Partner, und in Gesprächen dazu stehen wir auch nicht.“

Daimler hatte angeboten, seine Telematik-Plattform FleetBoard auch für andere Marken zu öffnen, um sie womöglich als Standard etablieren zu können. Der Stuttgarter Autobauer hatte im März angekündigt, bis 2020 rund 500 Millionen Euro in Internettechnologien für Lastwagen zu investieren. Weltweit seien bereits 365.000 Fahrzeuge über Daimlers Systeme FleetBoard in Europa und Detroit Connect in den USA vernetzt. Sie können ihren Zustand, Standort, aber auch Beladung an Disponenten, Flottenbetreiber oder Werkstätten funken. Gleichzeitig erhalten die Fahrer Informationen über Verkehr und Wetter oder Rastplätze. Dies soll mehr Effizienz bringen.

Der VW-Konzern will nun mit einer Telematik-Plattform die Lkw der Marken MAN, Scania und VW Nutzfahrzeuge einheitlich digital verbinden. „Wir werden mit dieser Lösung mehr Nutzfahrzeuge digitalisieren als die Konkurrenz“, sagte Renschler der Zeitung. Er kündigte Investitionen in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe in den nächsten fünf Jahren für digitale Innovationen an.

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    (Foto: Reuters)
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    (Foto: ap)
    • dpa
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