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MAN und Scania werden digital Eine Apple-Welt für Brummis

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Druck durch Digitalisierung
MAN-Chef Joachim Drees glaubt fest an die Digitalisierung der Nutzfahrzeugbranche. Die Datenplattform Rio soll ein neues Zeitalter für die Branche einläuten. Quelle: Reuters
MAN versucht auf der IAA etwas Neues

MAN-Chef Joachim Drees glaubt fest an die Digitalisierung der Nutzfahrzeugbranche. Die Datenplattform Rio soll ein neues Zeitalter für die Branche einläuten.

(Foto: Reuters)

Andere Anwendungsbeispiele sind „Truck Share“: Fahrzeugübergaben werden mit digitalem Zugangsschlüssel einfacher. Loadfox – diese App wird ebenfalls Teil von Rio sein – bietet ein System für ein besseres Auftragsmanagement mit Teilladungen. Auch das soll die Auslastung der Lkw verbessern helfen. In der Folge könnte sich sogar das Verkehrsaufkommen reduzieren, auch die Umwelt würde davon am Ende profitieren. Rio soll zudem auch den Kontakt zur Werkstatt vereinfachen und Wartungspausen verkürzen.

Das Rio-Programm von VW ist für Marktbeobachter ein typisches Beispiel dessen, was gerade in der Nutzfahrzeugbranche passiert. Überall wird nach Kräften daran gearbeitet, dem Druck durch Digitalisierung und neue Wettbewerber zu begegnen. „Alle haben Prototypen auf der Straße und investieren hohe dreistellige Millionenbeträge in digitale Technologien“, schätzt Romed Kelp, Nutzfahrzeug-Experte bei der Managementberatung Oliver Wyman. Volkswagen dürfte sich den Einstieg in die digitale Welt etwa 500 Millionen Euro kosten lassen.

Volkswagen garantiert, dass Rio als einheitliche Plattform unabhängig von der jeweiligen Fahrzeugmarke und unterschiedlichen Telematiksystem einsetzbar ist. Bildlich gesprochen: Rio sollte auch Daimler, Volvo und Iveco verstehen. Für Spediteure ist diese Multifunktionalität unverzichtbar. Denn selten kaufen sie ihre Fahrzeuge nur von einem einzigen Hersteller, sondern sie mischen die Lastwagen-Marken.

Rio ist wie ein Baukastensystem konstruiert und wird teurer, je mehr Apps und Funktionen der Spediteur abonniert. Die Preisstaffel beginnt mit einer Monatsgebühr von zehn Euro für die einfachste Ausführung, erläutert Markus Lipinsky. Bei einer kompletten Nutzung dürfen niedrige dreistellige Monatsraten realistischer sein.

Unternehmen wie Continental, Schmitz-Cargobull, Krone, Meiller und Tom Tom haben ihre Beteiligung an Rio bereits zugesagt. Die Volkswagen-Nutzfahrzeuggruppe setzt darauf, dass es künftig noch mehr werden – und dass der Wolfsburger Konzern mit seiner Apple-Welt für die Transportbranche ein Zeichen für einen ganzen Wirtschaftszweig setzt.

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